{"id":160,"date":"2009-10-15T17:52:18","date_gmt":"2009-10-15T15:52:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.eisner-elearning.at\/40_vorwaerts\/?p=160"},"modified":"2009-10-15T17:52:18","modified_gmt":"2009-10-15T15:52:18","slug":"forever-young","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.eisner-consulting.at\/40_vorwaerts\/?p=160","title":{"rendered":"Forever Young"},"content":{"rendered":"<p>Zitat verf\u00fcgbaer unter: <a title=\"http:\/\/tv.orf.at\/groups\/magazin\/pool\/newtonyoung\" href=\"http:\/\/tv.orf.at\/groups\/magazin\/pool\/newtonyoung\">http:\/\/tv.orf.at\/groups\/magazin\/pool\/newtonyoung<\/a> [15.10.09]<\/p>\n<p>FOREVER YOUNG<\/p>\n<p>Der Unterschied zwischen bl\u00fchender Jugend und dem Alter liegt in unseren Zellen. Ein junger K\u00f6rper erneuert st\u00e4ndig Haut, Knochen oder Organe. Im Alter h\u00f6ren die Zellen auf, sich zu teilen, k\u00f6nnen Sch\u00e4den nicht mehr reparieren und der Organismus wird anf\u00e4llig f\u00fcr Krankheiten. K\u00f6nnen Wissenschafter diesen Prozess bremsen?<\/p>\n<p>Markus Hengstschl\u00e4ger, Humangenetiker, Universit\u00e4t Wien: &#8222;Wenn jetzt ein Mensch in \u00d6sterreich geboren wird, hat er eine eins-zu-eins-Chance, hundert Jahre alt zu werden.&#8220;<br \/>\nVor einem Jahrhundert lag die Lebenserwartung noch bei 49 Jahren. Durch bessere Ern\u00e4hrung und die Medizin k\u00f6nnen wir heute schon 80 werden. Humangenetiker wie der Wiener Markus Hengstschl\u00e4ger sind \u00fcberzeugt, dass diese Lebensspanne des Menschen noch deutlich ansteigen kann. Der Fortschritt in der Stammzellen- und Gentechnikforschung soll das m\u00f6glich machen und die biologische Altersgrenze des Menschen von maximal 115 Jahren bei weitem \u00fcberschreiten. Denn man wird Gendefekte reparieren und altersschwache Organe mit Stammzellen wieder auffrischen k\u00f6nnen. Lebensgewohnheiten, Umwelteinfl\u00fcsse und Ern\u00e4hrung haben nat\u00fcrlich starken Einfluss, die Gene markieren nur das bestenfalls Erreichbare. Wer nicht auf seine Gesundheit achtet, wird auch das Altern schwerer ausbremsen k\u00f6nnen.<br \/>\nMarkus Hengstschl\u00e4ger: &#8222;Faktum ist, wir haben das Altern schon lange aufgehalten. Wenn wir einen heute sechzigj\u00e4hrigen vergleichen mit einem Sechzigj\u00e4hrigen vor zwei-, dreihundert Jahren, dann sind die beiden zwar gleich lang auf diesem Planeten gewesen, sind aber biologisch nicht gleich alt. Ein heute Sechzigj\u00e4hriger ist wesentlich j\u00fcnger, als ein Sechzigj\u00e4hriger vor dreihundert Jahren. Er ist fitter, er ist ges\u00fcnder, er ist vitaler, er ist geistig und k\u00f6rperlich auf einem ganz anderen Niveau. Bei der Haut, den Z\u00e4hnen, er ist ganz anders ern\u00e4hrt, er ist ganz anders versorgt worden in seinem Leben. Und wenn wir die beiden nebeneinander stellen, dann w\u00fcrde ich sagen, ein heute 60j\u00e4hriger ist biologisch so alt, wie der damals 50j\u00e4hrige.&#8220;<br \/>\nDass nat\u00fcrliche Lebensgrenzen verl\u00e4ngerbar sind, haben Forscher an der Fruchtfliege bewiesen. Ihr Dasein von 50 Tagen kann ein einziges mutiertes Gen, das, vereinfacht gesagt, den Stoffwechsel verlangsamt, auf 100 Tage verdoppeln. Und das bei bester Gesundheit und Vermehrungsf\u00e4higkeit. \u00c4hnliche Gene fanden Wissenschafter in Fadenw\u00fcrmern. 21 Tage ist ihre Lebensspanne. Experimente mit sogenannten DAF-Genen verl\u00e4ngern ihr Leben bis zum Dreifachen. Das l\u00e4sst sich zwar nicht direkt auf den Menschen \u00fcbertragen, aber auch wir haben DAF-Gene im Erbgut.<br \/>\nAltersgene lassen sich auch in S\u00e4ugetieren steuern. Bei M\u00e4usen wurde gezeigt, dass nur ein mutiertes Gen ihr Leben schon um 20 Prozent verl\u00e4ngert. Sogar die Alterserscheinungen selbst, wie Muskelabbau, lassen sich an M\u00e4usen experimentell schon reparieren.<br \/>\n\u00dcber Viren als Transportmittel kann ein ver\u00e4ndertes Gen Wachstum und Teilung von Muskelzellen anregen. Etwa 25 Prozent mehr Muskelgewebe entwickelten die Versuchsm\u00e4use. Noch ist es schwierig, die Manipulation gezielt auf Muskelzellen zu beschr\u00e4nken und keine anderen Zellen dabei zu sch\u00e4digen. Doch ist so ein Eingriff in die Natur jemals beim Menschen denkbar?<br \/>\nMarkus Hengstschl\u00e4ger: &#8222;Heute zu diskutieren und zu sagen, na w\u00e4r&#8217;s nicht kl\u00fcger, es nicht doch der Natur zu \u00fcberlassen &#8211; das ist passee bereits. Es gibt nichts mehr, was wir der Natur \u00fcberlassen. W\u00fcrden wir alles der Natur \u00fcberlassen, h\u00e4tten wir eine durchschnittliche Lebenserwartung von 20 Jahren. W\u00fcrden wir&#8217;s der Natur \u00fcberlassen, w\u00fcrden wir an einer bakteriellen Infektion sterben, oder an einer Blinddarmentz\u00fcndung. Das hei\u00dft, das Thema ist erledigt, und dabei schreibe ich der Gentechnologie, oder der Stammzellforschung nicht irgendeinen besonderen Stellenwert zu. Nicht einen, den nicht schon die Organtransplantation hatte, das Penizillin hatte, etc. Einfach weil ich glaube, das sind nun mal &#8211; klar &#8211; Eingriffe in die Natur, Eingriffe, die sozusagen Fortschritt repr\u00e4sentieren, und das tut man halt, ob es nun Medikamente sind, ob es ein chirurgischer Eingriff ist, oder ob es eines Tages mit Stammzellen oder mit Gentherapie ist.&#8220;<br \/>\nEtwa 30.000 Gene hat der Mensch, je zur H\u00e4lfte von Vater und Mutter. Etliche davon bestimmen die biologische Uhr, wie wir altern, und wann wir sterben. 50 Mal kann sich eine Zelle teilen, dann beginnt sie zu altern. Nur Stammzellen, aus denen jede beliebige K\u00f6rperzelle entstehen kann, behalten die F\u00e4higkeit, sich unbegrenzt zu teilen.<br \/>\nSolche Stammzellen, die auch in Erwachsenen noch vorhanden sind, werden k\u00fcnftig zur Bek\u00e4mpfung von Alterserscheinungen eingesetzt werden. Den Lebenszyklus normaler Zellen bestimmen Telomere, ein Fortsatz an den Enden der Chromosome. Bei jeder Zellteilung werden sie k\u00fcrzer. Sind sie aufgebraucht, ist die Zellteilung blockiert.<br \/>\nDer bisher \u00e4ltester Mensch war Jeanne Calmont. Sie erreichte das Rekordalter von 122 Jahren, verbrieft durch ihre Geburtsurkunde, und starb 1997. In den Erbanlagen von besonders alten Menschen k\u00f6nnte die Antwort liegen, warum bei ihnen k\u00f6rperlicher Verfall und Krankheiten viel sp\u00e4ter auftreten. Denn in manchen Regionen der Erde werden die Menschen signifikant \u00e4lter, wie auf Sardinien. Dort leben dreimal h\u00e4ufiger Hundertj\u00e4hrige, als in der \u00fcbrigen westlichen Welt.<br \/>\nNoch mehr Superalte leben in der japanischen Inselprovinz Okinawa. Neben einem kargen, aber stressfreien Leben, und kalorienarmer Kost haben die r\u00fcstigen Japaner noch etwas mit den Sarden gemeinsam: eine bestimmte Genvariante tritt geh\u00e4uft auf, die das Immunsystem verbessert.<br \/>\nMarkus Hengstschl\u00e4ger: &#8222;Altern kann man ja nicht in dem Sinn stoppen. Man kann nicht sagen, der altert nicht. Man kann nur den Alterungsprozess verlangsamen. Der 100j\u00e4hrige wird dann so fit sein, wie der 90j\u00e4hrige, das hei\u00dft, der 90j\u00e4hrige ist trotzdem alt. Irgendwann ist der Punkt erreicht, auch wenn man das biologische Altern verlangsamt hat, wo es nicht mehr so sichtbar ist. Weil ob jetzt jemand 120 oder 130 ist, er wird auf jeden Fall alt sein.&#8220;<br \/>\nAb drei\u00dfig beginnt der K\u00f6rper merkbar abzubauen, das wird in Zukunft nicht anders sein, auch wenn die Wissenschaft Verbesserungen verspricht. Der Mensch als reparable Maschine, die regelm\u00e4\u00dfig zum Service muss. Dann werden wir zwar kaum l\u00e4nger jung bleiben, aber deutlich fitter l\u00e4nger alt sein.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/tv.orf.at\/groups\/magazin\/pool\/newtonyoung\"><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zitat verf\u00fcgbaer unter: http:\/\/tv.orf.at\/groups\/magazin\/pool\/newtonyoung [15.10.09] FOREVER YOUNG Der Unterschied zwischen bl\u00fchender Jugend und dem Alter liegt in unseren Zellen. Ein junger K\u00f6rper erneuert st\u00e4ndig Haut, Knochen oder Organe. Im Alter h\u00f6ren die Zellen auf, sich zu teilen, k\u00f6nnen Sch\u00e4den nicht mehr reparieren und der Organismus wird anf\u00e4llig f\u00fcr Krankheiten. 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