{"id":162,"date":"2009-10-15T18:04:21","date_gmt":"2009-10-15T16:04:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.eisner-elearning.at\/40_vorwaerts\/?p=162"},"modified":"2009-10-15T18:04:21","modified_gmt":"2009-10-15T16:04:21","slug":"100-jahre-lang-leben","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.eisner-consulting.at\/40_vorwaerts\/?p=162","title":{"rendered":"Hundert Jahre lang leben"},"content":{"rendered":"<p>Zitat verf\u00fcgbar unter: <a title=\"http:\/\/www.forumgesundheit.at\/portal\/index.html;jsessionid=5D367E06BEAA1DD8B994707DB978F063?ctrl:cmd=render&amp;ctrl:window=forumgesundheitportal.channel_content.cmsWindow&amp;p_menuid=63346&amp;p_tabid=4&amp;p_pubid=142281\" href=\"http:\/\/www.forumgesundheit.at\/portal\/index.html&amp;p_tabid=4&amp;p_pubid=142281\">http:\/\/www.forumgesundheit.at\/portal\/index.html<\/a> [15.10.09]<\/p>\n<p><strong>100 Jahre lang leben<\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft\" title=\"100 Jahre lang leben\" src=\"http:\/\/www.forumgesundheit.at\/mediaDB\/MMDB136360_100 Jahre lang leben_80909130_151x131.JPG\" alt=\"100 Jahre lang leben\" width=\"151\" height=\"131\" \/> Immer mehr Menschen werden 100 Jahre alt. Selbst 110, 120 Jahre alt zu werden, ist bei wachsenden hygienischen und medizinischen Standards kein unerreichbares Ziel mehr. Aus naturwissenschaftlicher Sicht stellt sich die Frage, ob es eine H\u00f6chstdauer gibt, ein absolutes Alterslimit, oder ob wir eines Tages als Konsequenz biomedizinischer Entwicklungen auch viel \u00e4lter werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Im r\u00f6mischen Imperium ist der Mensch im Schnitt 22 Jahre alt geworden, im Mittelalter 33 und zu Beginn des 19. Jahrhunderts 49 Jahre. Heute wird der Mensch im Durchschnitt 70 bis 80 Jahre alt. \u201eEin heute in Mitteleuropa geborenes Baby hat eine 50 zu 50 Chance, 100 Jahre alt zu werden\u201c, sagt Markus Hengstschl\u00e4ger, Universit\u00e4tsprofessor f\u00fcr Medizinische Genetik an der Medizinischen<strong> <\/strong>Universit\u00e4t Wien.<\/p>\n<p>Dieser rasante Anstieg an Lebensjahren wirft die Frage auf, ob es ein H\u00f6chstma\u00df an m\u00f6glicher Lebenszeit \u00fcberhaupt gibt. \u201eEin solcher Rahmen, wonach der Mensch nur eine bestimmte Anzahl an Lebensjahren erreichen kann, existiert meiner Meinung nach nicht. Der Mensch von morgen wird noch l\u00e4nger leben als der Mensch von heute. Auch wenn es immer schwieriger werden d\u00fcrfte, die maximale Lebenszeit immer weiter auszudehnen\u201c, sagt Hengstschl\u00e4ger.<\/p>\n<h4><a name=\"pd909165\">Alterskrankheiten als logische Folge<\/a><\/h4>\n<p>Altern ist mit einer ansteigenden Wahrscheinlichkeit f\u00fcr das Auftreten typischer Krankheiten und damit mit dem Sterberisiko verbunden. Zwischen dem 40. und 70. Lebensjahr dominieren Krebserkrankungen als h\u00e4ufigste Todesursachen, ab dem 70. Lebensjahr Herz-Kreislauf-Krankheiten. Und da diese Krankheiten ebenso wie die Demenzkrankeiten typische Alterskrankheiten sind, ist ihre Zahl angesichts einer immer h\u00f6heren Lebenserwartung stetig im Steigen.<\/p>\n<h4><a name=\"pd909166\">L\u00e4nger jung oder l\u00e4nger alt<\/a><\/h4>\n<p>Es stellt sich die Frage, ob wir heute langsamer altern und damit l\u00e4nger jung bleiben oder ob wir lediglich im Alter l\u00e4nger am Leben bleiben. \u201eBeides ist der Fall. Die moderne Medizin verlangsamt die Alterung und damit die Anf\u00e4lligkeit f\u00fcr Krankheiten. Man wird also langsamer alt. Andererseits wird man auch l\u00e4nger alt sein, es kommen quasi ein paar Jahre gegen Lebensende noch dazu\u201c, so Hengstschl\u00e4ger. Hauptziel sei es, l\u00e4nger jung zu bleiben, anstatt gleich schnell zu altern.<\/p>\n<h4><a name=\"pd909167\">Endlich oder unendlich?<\/a><\/h4>\n<p>Eine Reihe neuer Ans\u00e4tze in der Humanmedizin wird k\u00fcnftig zu einem ges\u00fcnderen und daher auch l\u00e4ngeren Leben des Menschen beitragen: Stammzellentherapien, Transplantationsmedizin, Herstellung ganzer Organe im Labor, Gendiagnostik, Gentherapie, k\u00fcnstliche Implantate und Nanotechnologie. Manche Genforscher haben bereits viel weiterreichende Visionen. Sie tr\u00e4umen von einem unendlichen Leben, in dem alle Alterungsprozesse des K\u00f6rpers gebremst werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Hengstschl\u00e4ger glaubt zwar nicht, dass alles, was derzeit gedacht wird, auch machbar ist. Er geht aber davon aus, dass die Forschung noch in den Kinderschuhen steckt und in Zukunft vieles m\u00f6glich sein wird, das heute noch nicht einmal angedacht wird. Der Meinung der so genannten Immortalisten, die meinen, dass der Mensch in Zukunft gar unendlich leben wird, schlie\u00dft sich der Genetiker nicht an: \u201eDer Mensch ist einfach zu komplex, als dass man alle Eventualit\u00e4ten ber\u00fccksichtigen k\u00f6nnte, die letztendlich zum Tod f\u00fchren k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<h4><a name=\"pd909169\">Der eigene Beitrag entscheidet<\/a><\/h4>\n<p>In Einem aber sind sich alle Experten einig: Lebensverl\u00e4ngerung funktioniert nur, wenn der Einzelne entscheidend dazu beitr\u00e4gt. Schon heute k\u00f6nne jeder Mensch bis zu 14 Jahre Leben \u201eherausholen\u201c, indem er die l\u00e4ngst bekannten Ratschl\u00e4ge wie nicht rauchen, wenig trinken, moderat bewegen, ausreichend schlafen und gesund ern\u00e4hren befolgt. \u201eGesund ern\u00e4hren, aber nicht hungern\u201c, sagt Hengstschl\u00e4ger zur Diskussion, ob eine Kalorienreduktion das Leben des Menschen verl\u00e4ngern k\u00f6nnte. Bei Versuchen mit M\u00e4usen gelang eine Steigerung von 50 Prozent an Lebenszeit bei einer Kalorienreduktion von 20 Prozent. Ob sich eine Kalorienreduktion auch beim Menschen lebensverl\u00e4ngernd auswirken w\u00fcrde, sei noch nicht bewiesen. \u201eKlar ist aber, dass Fettleibigkeit die Lebenserwartung reduziert\u201c, sagt Hengstschl\u00e4ger.<\/p>\n<p>Ein weiterer oft diskutierter Punkt ist, ob Rotwein eine lebensverl\u00e4ngernde Wirkung hat. \u201eIn Ma\u00dfen genossen, ja\u201c, meint Hengstschl\u00e4ger. Aber die im Rotwein enthaltenen antioxidativen Wirkstoffe sind ebenso in Karotten, Brokkoli, Fisch oder gr\u00fcnem Tee enthalten. Man sei also nicht auf Rotwein angewiesen. Unstrittig ist die positive Wirkung moderater Bewegung. Sie bek\u00e4mpft die sch\u00e4dlichen freien Radikale in den Zellen des K\u00f6rpers. \u201eBewegung bietet einen erh\u00f6hten Schutz gegen Krebserkrankungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen\u201c, sagt Hengstschl\u00e4ger.<\/p>\n<p>In seinem neuen Buch \u201eEndlich unendlich\u201c berichtet der Humangenetiker auch von der Wichtigkeit des richtigen Schlafrhythmus. Man solle nicht ignorieren, ob man ein Morgen- oder Abendmensch ist. Erste Forschungen deuten n\u00e4mlich darauf hin, dass ein falscher Schlafrhythmus zellul\u00e4ren Stress entstehen l\u00e4sst. Das f\u00fchrt zur Entstehung von freien Radikalen und das l\u00e4sst uns schneller altern.<\/p>\n<h4><a name=\"pd909170\">Altern als zellul\u00e4rer Prozess<\/a><\/h4>\n<p>Der menschliche K\u00f6rper besteht aus unz\u00e4hligen Zellen. Sie leben unterschiedlich lange und werden beim Absterben durch neue Zellen ersetzt. Die meisten Zellen k\u00f6nnen sich aber nur begrenzt teilen. Mit fortschreitendem Lebensalter funktioniert die Regeneration und Instandhaltung des K\u00f6rpers immer schlechter, Zellen sterben ab, ohne ersetzt zu werden oder sie mutieren und l\u00f6sen Krankheiten aus.<\/p>\n<p>Je \u00e4lter man wird, umso schlechter funktioniert auch die Regeneration k\u00f6rperlicher Defekte. Forscher stellen sich die Frage: Wo setzt man in Zukunft an? Wartet man, bis Organe defekt sind und versucht man \u2013 wie heute \u00fcblich \u2013 diese im Krankheitsfall zu behandeln? Oder beginnt man nicht schon viel fr\u00fcher und achtet darauf, so lange wie m\u00f6glich den K\u00f6rper eines 30-J\u00e4hrigen aufrechtzuerhalten. \u201eDarauf kommt es letztlich an. Dann habe ich zum Beispiel ein wirklich wirksames Mittel gegen ein im Alter h\u00f6heres Krebsrisiko\u201c, sagt Hengstschl\u00e4ger. Ein Beispiel wie Medizin von Morgen aussehen k\u00f6nnte: \u201eOrgane austauschen, bevor sie gesch\u00e4digt sind, um Alterssch\u00e4den vorzubeugen\u201c, wirft Hengstschl\u00e4ger einen Blick in die Zukunft.<\/p>\n<p>Dr. Thomas Hartl<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.forumgesundheit.at\/portal\/index.html;jsessionid=5D367E06BEAA1DD8B994707DB978F063?ctrl:cmd=render&amp;ctrl:window=forumgesundheitportal.channel_content.cmsWindow&amp;p_menuid=63346&amp;p_tabid=4&amp;p_pubid=142281\">100 Jahre lang leben<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Immer mehr Menschen werden 100 Jahre alt. 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