{"id":173,"date":"2009-10-22T22:12:46","date_gmt":"2009-10-22T20:12:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.eisner-elearning.at\/40_vorwaerts\/?p=173"},"modified":"2009-10-22T22:12:46","modified_gmt":"2009-10-22T20:12:46","slug":"arbeiten-im-alter","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.eisner-consulting.at\/40_vorwaerts\/?p=173","title":{"rendered":"Arbeiten im Alter"},"content":{"rendered":"<p><strong> Opa darf&#8217;s nicht lassen &#8230;<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Die Deutschen sollen auch nach ihrem 65. Lebensjahr noch arbeiten. Das fordern Wissenschaftler. Sie haben untersucht, dass das die Sozialsysteme st\u00fctzt und neue Jobs f\u00fcr J\u00fcngere schafft. Von Tina Groll<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.eisner-consulting.at\/40_vorwaerts\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/senioren-mit-laptop-2-540x304.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-175 alignnone\" title=\"senioren-mit-laptop-2-540x304\" src=\"http:\/\/www.eisner-consulting.at\/40_vorwaerts\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/senioren-mit-laptop-2-540x304.jpg\" alt=\"senioren-mit-laptop-2-540x304\" width=\"540\" height=\"304\" srcset=\"http:\/\/www.eisner-consulting.at\/40_vorwaerts\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/senioren-mit-laptop-2-540x304.jpg 540w, http:\/\/www.eisner-consulting.at\/40_vorwaerts\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/senioren-mit-laptop-2-540x304-300x169.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 540px) 100vw, 540px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>&#8230; und Oma darf es auch nicht lassen<\/strong>. Seniorin mit Notebook: Wer wenig Angst vor Neuem hat, h\u00e4lt sich bis ins hohe Alter fit<\/p>\n<p>Die Alten nehmen den Jungen die Arbeitspl\u00e4tze weg. Wenn Ursula Staudinger diesen Satz h\u00f6rt, verzieht sich das Gesicht der Psychologieprofessorin. &#8222;Das ist eine Legende. Die Zukunft der Gesellschaft geh\u00f6rt den Alten&#8220;, sagt die Altersforscherin. Staudinger ist die Leiterin des Center for Lifelong Learning and Institutional Development an der Bremer Jacobs University. &#8222;Es stimmt nicht, dass Arbeit ein begrenztes Gut ist. Es stimmt nicht, dass die Alten fr\u00fch in den Ruhestand gehen m\u00fcssen, weil sie sonst den Jungen die Arbeitspl\u00e4tze wegnehmen&#8220;, sagt sie. Und \u00fcberhaupt: &#8222;Altern ist eine Momentaufnahme.&#8220; Eine klare Definition, ab wann jemand alt ist, gibt es nicht. Nach Ansicht der Forscherin trifft der Begriff &#8222;50plus&#8220; als Beschreibung der &#8222;Alten&#8220; nicht. Die heutigen 50- bis 65-J\u00e4hrigen seien viel j\u00fcnger als die Generation ihrer Eltern. Und was genau hei\u00dft jung? Ges\u00fcnder, fitter, aktiver, flexibler, offener f\u00fcr Neues. &#8222;Die Vorstellung, dass Alter ab einem bestimmten Lebensjahr beginnt, ist<strong> eine soziale Konstruktion<\/strong>&#8222;, erkl\u00e4rt Ursula Staudinger.<\/p>\n<p>Dennoch gibt es in Deutschland immer mehr alte Menschen und immer weniger Junge, und das hat Auswirkungen auf die Entwicklung der Gesellschaft und die Volkswirtschaft. Wer jedoch bef\u00fcrchtet, dass es zu weniger Innovationen, Wachstum und steigenden Kosten f\u00fcr Gesundheit und soziale Sicherung kommen wird, der irrt, behauptet Staudinger. Die 50-J\u00e4hrige war Sch\u00fclerin des bekannten Altersforschers\u00a0<a href=\"http:\/\/www.baltes-paul.de\/\" target=\"_blank\">Paul B. Baltes<\/a> und sie m\u00f6chte, dass die Unternehmen ihre Personentwicklung grundlegend ver\u00e4ndern. Staudinger sagt, dass die meisten sogar bis zu einem Alter von \u00fcber 70 Jahren arbeiten k\u00f6nnen. Und es besser auch t\u00e4ten. Gerade weil die Sozialsysteme gest\u00fctzt werden m\u00fcssen, weil die Unternehmen auf die Erfahrungen der Alten nicht verzichten k\u00f6nnen, um innovativ zu sein und auch, weil der Einsatz der Senioren angeblich neue Arbeitspl\u00e4tze schafft.<\/p>\n<ul>\n<li>Projekt &#8222;Altern in Deutschland&#8220;<\/li>\n<li>Die Jacobs Foundation<\/li>\n<li>Die Ergebnisse<\/li>\n<\/ul>\n<p>In dem interdisziplin\u00e4r angelegten Forschungsprojekt arbeiteten von 2006 bis 2008 knapp 30 Mitglieder aus den Disziplinen Psychologie, Rechts- und Geschichtswissenschaft, Geografie, Neurologie, Ingenieurswesen, Epidemiologie, \u00d6konomie, Medizin, Soziologie und Philosophie zusammen. Zudem wurden die Wissenschaftler von Vertretern aus der Wirtschaft beraten.<\/p>\n<p>Ziel der Wissenschaftler war es, die Chancen und die Probleme einer alternden Gesellschaft zu untersuchen \u2013 mit besonderer Ber\u00fccksichtigung der Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Arbeitsgesellschaft.<\/p>\n<p>Die Jacobs Foundation<\/p>\n<p>Finanziert wurde das Projekt von der Schweizer Jacobs Foundation, welche auch die Jacobs University mit Sitz in Bremen f\u00f6rdert. Die Stiftung hatte bereits im Jahr 2004 ein\u00a0ein Modellprojekt unter Beteiligung von Akteuren aus Wissenschaft, Politik und Industrie angeregt. Bekannt ist die Stiftung f\u00fcr ihre F\u00f6rderung von Forschungsprojekten zum Thema Jugend sowie alternde Gesellschaft.<\/p>\n<p>Die Ergebnisse<\/p>\n<p>Die Wissenschaftler haben einige Legenden \u00fcber das Alter ausgemacht und sie widerlegt. Zum einen spricht sich die Akademiengruppe daf\u00fcr aus, das 65. Lebensjahr nicht mehr als\u00a0 kalendarische Altersgrenze ansehen, weil die meisten Menschen auch jenseits der 65 viele Jahre ein aktives und selbstbestimmtes Leben f\u00fchren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Auch sage das kalendarische Alter eines Menschen wenig \u00fcber seine Entwicklung aus. Ist bei der Entwicklung von Kindern das Alter noch entscheidend, spielt es im Erwachsenenalter kaum eine Rolle. Ein gut trainierter 70-J\u00e4hriger kann leistungsf\u00e4higer als ein schlecht trainierter 50-J\u00e4hriger sein, ein 70-J\u00e4hriger kann aber auch aussehen wie ein 90-J\u00e4hriger. Alte Menschen k\u00f6nnen ebensoviel lernen wie J\u00fcngere. Entscheidend sind die Vorbildung und das Training. Auch sind \u00c4ltere genauso produktiv wie J\u00fcngere.<\/p>\n<p>Was die Erwerbst\u00e4tigkeit angeht, konnten die Wissenschaftler feststellen, dass Volkswirtschaften mit alternder Bev\u00f6lkerung auch ein hohes Wachstum erwirtschaften k\u00f6nnen und dass sich eine hohe Besch\u00e4ftigung \u00c4lterer positiv auf die Besch\u00e4ftigung der J\u00fcngeren auswirkt.<\/p>\n<p>Abschied nehmen muss man der Akademiengruppe zufolge auch von der Legende, dass die steigende Lebenserwartung mehr Krankheit und Pflege bedeutet. Das Risiko, pflegebed\u00fcrftig zu werden, sei in Deutschland in den vergangenen Jahren stetig gesunken. Insgesamt sei auch keine Alterspolitik n\u00f6tig, sondern eine Umstrukturierung der Gesellschaft zum Wohle aller: Die Arbeitwelt m\u00fcsste reorganisiert werden, auch das Bildungssystem, das k\u00fcnftig auf lebenslanges Lernen ausgerichtet ist sowie das Gesundheits- und Sozialsystem.<\/p>\n<p>Die Thesen klingen steil. Belege daf\u00fcr entstanden in der <a href=\"http:\/\/www.altern-in-deutschland.de\/de\/ueber_uns\/ueber_uns.html\">Akademiengruppe \u201eAltern in Deutschland\u201c<\/a>, einem Projekt der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina und der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech). Die Wissenschaftler haben sich mit den Herausforderungen des demografischen Wandels besch\u00e4ftigt und sich die Frage gestellt, wie die Arbeitsgesellschaft umgebaut werden m\u00fcsste, um den Fachkr\u00e4ftemangel aufzufangen und zu verhindern, dass immer weniger Besch\u00e4ftigte immer mehr Leistungsbezieher finanzieren m\u00fcssen, die eigentlich fit und in der Lage sind zu arbeiten.<\/p>\n<p>Statistisch hat jeder Senior bei Renteneintritt eine Lebenserwartung von 18 Jahren, f\u00fcr das Jahr 2050 werden es 25 Jahre sein \u2013 um 1900 waren die Ruhest\u00e4ndler nach Renteneintritt durchschnittlich nur acht Jahre noch am Leben. &#8222;Wir k\u00f6nnen uns das nicht leisten&#8220;, stellt Axel B\u00f6rsch-Supan, Professor am Mannheim Research Institute for the Economics of Aging, fest.<\/p>\n<p>Er hat sich mit den volkswirtschaftlichen Auswirkungen der \u00e4lter werdenden Gesellschaft auseinandergesetzt. &#8222;Entscheidend ist, dass wir unseren Lebensstandard halten. Daf\u00fcr ist die Produktivit\u00e4t wichtig&#8220;, sagt er. Letztere nehme entgegen der vorherrschenden Meinung im Alter jedoch nicht ab. &#8222;\u00c4ltere Besch\u00e4ftigte sind vielleicht weniger k\u00f6rperlich kr\u00e4ftig und reaktionsschnell, aber sie haben mehr Erfahrungen, soziale Fertigkeiten und Alltagskompetenz. Wir leben in einer Wissens- und Dienstleistungsgesellschaft, in der vor allem diese Kompetenzen gefragt sind&#8220;, sagt B\u00f6rsch-Supan. Seinen Untersuchungen zufolge liegt die Produktivit\u00e4t sogar erst im Alter zwischen 50 bis 60 Jahren am h\u00f6chsten.<\/p>\n<p>B\u00f6rsch-Supan hat zahlreiche Betrieben aus der Automobilbranche untersucht und dort die Wertsch\u00f6pfung der Mitarbeiter pr\u00e4zise gemessen. Bei der Arbeit am Flie\u00dfband kommt es sowohl auf k\u00f6rperliche als auch auf Erfahrungen basierende F\u00e4higkeiten an. Alle Untersuchen zeigten: Die \u00e4lteren Mitarbeiter machen nicht mehr Fehler als die j\u00fcngeren. &#8222;Au\u00dferdem sind die \u00c4lteren auch nicht h\u00e4ufiger krank. Vor allem nicht an Montagen und Freitagen. Wenn sie aber krank sind, dann fehlen sie l\u00e4nger&#8220;, erkl\u00e4rt der Altersforscher. Auch unterscheiden sich j\u00fcngere und \u00e4ltere Mitarbeiter nicht darin, wie h\u00e4ufig sie Vorschl\u00e4ge f\u00fcr Verbesserungen und Innovationen in ihren Betrieben machen.<\/p>\n<p>Ein Problem dagegen sieht B\u00f6rsch-Supan in den Arbeitsstunden, die pro Kopf der Bev\u00f6lkerung geleistet werden. &#8222;Das ist unser Strukturproblem. Mit der Zahl steigender Rentner und weniger Arbeitnehmer sinken die Arbeitsstunden pro Kopf und damit die Erwerbsquote, die wichtig f\u00fcr den Lebensstandard ist&#8220;, erkl\u00e4rt er und zieht einen Vergleich zu D\u00e4nemark heran. Dort ist die Erwerbsquote h\u00f6her, weil die Jungen im Durchschnitt zwei Jahre fr\u00fcher als in Deutschland in den Arbeitsmarkt eintreten, zudem steigen die D\u00e4nen sp\u00e4ter aus der Erwerbsarbeit aus. Auch ist die Erwerbst\u00e4tigkeit der Frauen deutlich h\u00f6her, da es bessere Betreuungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Kinder gibt. &#8222;Man muss nur Kleinigkeiten \u00e4ndern, dann h\u00e4tte es eine gro\u00dfe Wirkung&#8220;, behauptet der Experte.<\/p>\n<p>In Zeiten von hoher Jugendarbeitslosigkeit und steigenden Arbeitslosenzahlen stellt sich die berechtigte Frage, ob diese Rechnung aufgeht.<\/p>\n<p>Dass die \u00c4lteren den Jungen die Jobs wegnehmen, sieht B\u00f6rsch-Supan nicht best\u00e4tigt. Zum einen sind die j\u00fcngeren Mitarbeiter f\u00fcr Unternehmen g\u00fcnstiger, zum anderen ist die Arbeitslosigkeit der \u00c4lteren h\u00f6her: Sie finden altersbedingt viel schwieriger eine neue Anstellung. Ursache daf\u00fcr sind ist das sogenannte Prinzip der Seniorit\u00e4tsentlohnung: Die Geh\u00e4lter steigen mit den Berufsjahren. Noch viel problematischer findet B\u00f6rsch-Supan die Fr\u00fchverrentung: &#8222;\u00c4ltere werden subventioniert, damit sie aus der Erwerbsarbeit aussteigen. Das schl\u00e4gt auf die Arbeitskosten. Die Unternehmen haben weniger Geld, um neue Arbeitspl\u00e4tze zu schaffen. Viele Stellen werden gar nicht mehr mit J\u00fcngeren wiederbesetzt.&#8220; Zudem zeigen Untersuchungen, dass in L\u00e4ndern, in denen die Fr\u00fchverrentung hoch ist \u2013 beispielsweise in Italien oder Frankreich \u2013, auch die Arbeitslosigkeit der J\u00fcngeren hoch ist.<\/p>\n<p>Auch eine <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/online\/2009\/33\/silver-workers?page=1\" target=\"_blank\">Studie<\/a> der Leuphana Universit\u00e4t L\u00fcneburg und der Geneva Association, einer von der Versicherungswirtschaft getragenen Forschungseinrichtung, kommt zu dem Ergebnis, dass Arbeiten jenseits des gesetzlichen Rentenalters positive Auswirkungen auf die Volkswirtschaft hat. Zu der von den Wissenschaftlern bezeichneten &#8222;Silver Workers&#8220; z\u00e4hlen in Deutschland schon heute etwa 400.000 Personen, die trotz Ruhestand erwerbst\u00e4tig sind. Viele von ihnen arbeiten auf freiberuflicher Basis oder in speziellen Teilzeitmodellen weiter. Andere schaffen neue Jobs, weil sie sich noch einmal selbstst\u00e4ndig machen und Mitarbeiter einstellen.<\/p>\n<p>Thomas Zwick, Professor an der Munich School of Management, hat sich die betriebswirtschaftlichen Auswirkungen von Besch\u00e4ftigung von \u00c4lteren angesehen. Auch er glaubt, dass die These, dass mehr \u00e4ltere Arbeitnehmer mehr Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnisse bedeuten, aufgehen k\u00f6nnte. Voraussetzung daf\u00fcr ist, dass die Strukturen ge\u00e4ndert werden. Statt mit dem Alter steigende L\u00f6hne schl\u00e4gt er eine alternative betriebliche Entlohnung vor: Individuelle Modelle, die sich nach Leistung richten und ein &#8222;systematisches Altersmanagement&#8220;. Gemeint sind individuelle Altersteilzeitl\u00f6sungen, bei denen die Besch\u00e4ftigten und ihre Unternehmen individuell aushandeln k\u00f6nnen, wer wie lange und wie viel arbeitet. Insgesamt w\u00fcrden auch die J\u00fcngeren davon profitieren, weil auch sie die flexible Teilzeitl\u00f6sungen in Anspruch nehmen k\u00f6nnten. Entlastet w\u00e4ren alle, weil es mehr Beitragszahler gebe.<\/p>\n<p>Den Experten geht es um einen &#8222;lateralen Karrierebegriff&#8220;, erkl\u00e4rt Ursula Staudinger. &#8222;Nicht nur Erwerbsarbeit, auch Familienarbeit und ehrenamtliches Engagement geh\u00f6ren dazu. Ein langes, produktives Leben f\u00fchren zu k\u00f6nnen hat einen umfassenden Arbeits- und Gesundheitsschutz zur Grundlage. Darum fordern die\u00a0Wissenschaftler Politik und Wirtschaft auf, schon fr\u00fchzeitig mit Vorsorge zu beginnen. Unternehmen m\u00fcssen in den Gesundheitsschutz ihrer Mitarbeiter investieren \u2013 schon bei den Auszubildenden. Zudem sollen Anreize f\u00fcr Weiterbildungsma\u00dfnahmen geschaffen werden. Lebenslanges Lernen hei\u00dft die Devise. \u00c4ltere m\u00fcssen motiviert werden, sich fortzubilden. Die Motivation haben sie, wenn sie auch die Aussicht darauf haben, dass ihnen neu gelerntes Wissen n\u00fctzlich ist und sie es auch anwenden m\u00fcssen. Das hei\u00dft: Schluss mit Fr\u00fchverrentung, Anhebung des gesetzlichen Rentenalters, vielf\u00e4ltiger Einsatz von Arbeitnehmern.\u00a0Wer 30 Jahre auf dem Bau geschuftet hat, kann vielleicht nicht bis \u00fcber 70 Jahre k\u00f6rperlich arbeiten, wohl aber in flexibleren Arbeitszeitmodellen beispielsweise B\u00fcrot\u00e4tigkeiten verrichten. Auf diese muss der Besch\u00e4ftigte aber vorbereitet werden.<\/p>\n<p>Die Altersforscher empfehlen der Wirtschaft auch eine bessere Durchmischung von Abteilungen \u2013 mit jungen und \u00e4lteren Mitarbeitern, die in gemischten Teams arbeiten. So k\u00f6nnen Alte und Junge besser voneinander lernen.<\/p>\n<p>Zitat verf\u00fcgbar unter: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/karriere\/2009-10\/65plus?page=1\">http:\/\/www.zeit.de\/karriere\/2009-10\/65plus?page=1<\/a> [Datum des Zugriffs: 22.10.09]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Alten nehmen den Jungen die Arbeitspl\u00e4tze weg. Wenn Ursula Staudinger diesen Satz h\u00f6rt, verzieht sich das Gesicht der Psychologieprofessorin. &#8222;Das ist eine Legende. Die Zukunft der Gesellschaft geh\u00f6rt den Alten&#8220;, sagt die Altersforscherin. Staudinger ist die Leiterin des Center for Lifelong Learning and Institutional Development an der Bremer Jacobs University. &#8222;Es stimmt nicht, dass Arbeit ein begrenztes Gut ist. Es stimmt nicht, dass die Alten fr\u00fch in den Ruhestand gehen m\u00fcssen, weil sie sonst den Jungen die Arbeitspl\u00e4tze wegnehmen&#8220;, sagt sie. 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