{"id":660,"date":"2010-02-24T11:05:48","date_gmt":"2010-02-24T09:05:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.eisner-elearning.at\/40_vorwaerts\/?p=660"},"modified":"2010-02-24T11:05:48","modified_gmt":"2010-02-24T09:05:48","slug":"altersflexible-beschaftigungssysteme","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.eisner-consulting.at\/40_vorwaerts\/?p=660","title":{"rendered":"Altersflexible Besch\u00e4ftigungssysteme"},"content":{"rendered":"<p>In den 1980er und 1990er Jahren wurde mit der Absicht der Arbeitsmarktstabilisierung\u00a0 das Augenmerk auf Anreize zur Fr\u00fchpensionierung gesetzt. D.h. die finanziellen Folgen am damals bereits bekannten Hintergrund der demografischen Fakten wurden kaum ber\u00fccksichtigt. Mit entsprechenden, meist kaum sp\u00fcrbaren Abschl\u00e4gen bei der Pensionsberechnung und entsprechenden Anreizen durch Pr\u00e4mien bei vorzeitigem Pensionsantritt, wurden die MitarbeiterInnen quasi aus den Unternehmen gelockt (vgl. Backes-Gellner, 2009, S. 154f). Durch Versicherungsmathematisch ermittelte erweiterte Abschl\u00e4ge ist dieser Trend, zumindest gilt dies f\u00fcr Deutschland, gebrochen. Doch ist anzunehmen, dass alleine durch reglementierende Ma\u00dfnahmen das Problem der L\u00e4ngerbesch\u00e4ftigung von MitarbeiterInnen, auf dem Hintergrund eines erh\u00f6hten Pensionsantrittsalters, nicht gel\u00f6st ist.<\/p>\n<p>Auf der Grundlage entsprechender Studien (vgl. Backes-Gellner &amp; Veen, 2009) werden betriebliche und sozialversicherungsrechtliche Aspekte ins Augenmerk genommen, die in dieser Hinsicht eine Verbesserung bringen sollten:<\/p>\n<ul>\n<li>Altersgerechte Arbeitspl\u00e4tze, die insbesondere      eine altersgerechte Flexibilisierung der Arbeitsbedingungen einschlie\u00dfen,      sind dabei aus Arbeitnehmerperspektive eine Mindestvoraussetzung.<\/li>\n<li>Eine Erleichterung der Kombination von      Arbeitseinkommen und Renteneinkommen stellen einen zus\u00e4tzlichen Hebel dar      [&#8230;]<\/li>\n<li>&#8230;um einen st\u00e4rker gleitenden und damit [&#8230;]      einen insgesamt sp\u00e4teren \u00dcbergang in den Ruhestand attraktiver zu machen      bzw. um ein langsames<em> Ausf\u00e4deln aus      dem Arbeitsleben<\/em> statt eines abrupten und damit sehr fr\u00fchen \u00dcbergans      in den vollst\u00e4ndigen Ruhestand anzuregen. (Backes-Gellner, 2009, S. 155)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Diese Ma\u00dfnahmen k\u00f6nnen den Auswirkungen restriktiverer Rentenbemessungen und den dadurch entstehenden finanziellen Folgen auf den Einzelnen entgegenwirken. \u201eEine l\u00e4ngere Aufrechterhaltung einer (teilweisen) Erwerbst\u00e4tigkeit setzt wiederum flexiblere Arbeitsformen und Arbeitsvertr\u00e4ge (bzw. eine altersgerechte Flexibilisierung der Arbeitsformen\/vertr\u00e4ge) genauso wie die produktive betriebliche Einsatzm\u00f6glichkeit \u00e4lterer (teilzeitbesch\u00e4ftigter) Arbeitnehmer voraus (Backes-Gellner, 2009, S. 155). Vornehmlich muss es das Ziel sein, Arbeitsstrukturen und -bedingungen zu schaffen die individuelle Leistungsvoraussetzungen ber\u00fccksichtigen und so die Gegebenheit f\u00fcr best m\u00f6gliche Produktivit\u00e4t schaffen.<\/p>\n<p>Insgesamt ist der Dienstleistungssektor als altersflexibler einzustufen als der Produktionssektor. Bedingung f\u00fcr einfachere \u00dcberg\u00e4nge in diesen Segmenten am Arbeitsmarkt ist eine st\u00e4rkere qualifikatorische Durchl\u00e4ssigkeit (vgl. Backes-Gellner, 2009, S. 156). Dabei ist als grundlegend anzusehen, dass die im Laufe des Berufslebens erworbenen Kenntnisse, F\u00e4higkeiten und Kompetenzen systematisch anerkannt werden m\u00fcssen (vgl. Backes-Gellner, ebd. und Geldermann et al., 2009).<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich sollen aber solche Vorgansweisen insgesamt Grundlage der beruflichen Biographie darstellen. Der berufliche Werdegang ist, gesehen an den gegenw\u00e4rtigen Bedingungen, f\u00fcr die allermeisten Menschen von Diskontinuit\u00e4ten gepr\u00e4gt. Alleine schon die Tatsache der in kurzen zeitlichen Abfolgen stattfinden technischen Neuerungen erfordert ein hohes Ausma\u00df an Weiterbildungsbereitschaft. Andererseits bestehen aber immer noch Barrieren, getragen durch traditionelle Denk- und Bewertungsmuster, die eine Anerkennung beruflicher Kompetenzen aus anderen Feldern erschweren. Ein gezielterer Umgang mit Kenntnissen, F\u00e4higkeiten und Kompetenzen und ein darauf abgestimmtes Dokumentationssystem kann hier zu einer fruchtbaren L\u00f6sung beitragen (vgl. Eisner, 2009).<\/p>\n<p>\u00a9 Mag. Dr. Josef Eisner, 2010<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Altersflexible Besch\u00e4ftigungssysteme wurden in den 1980er und 1990er Jahren mit der Absicht der Arbeitsmarktstabilisierung zur Fr\u00fchpensionierung eingesetzt.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"jetpack_post_was_ever_published":false,"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"footnotes":"","_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"jetpack_publicize_message":"","jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":false,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","enabled":false}}},"categories":[2,1],"tags":[14,20,25,27,34,44,52,53,54,58,62],"jetpack_publicize_connections":[],"aioseo_notices":[],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p5KdjC-aE","_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.eisner-consulting.at\/40_vorwaerts\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/660"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.eisner-consulting.at\/40_vorwaerts\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.eisner-consulting.at\/40_vorwaerts\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.eisner-consulting.at\/40_vorwaerts\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.eisner-consulting.at\/40_vorwaerts\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=660"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/www.eisner-consulting.at\/40_vorwaerts\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/660\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.eisner-consulting.at\/40_vorwaerts\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=660"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.eisner-consulting.at\/40_vorwaerts\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=660"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.eisner-consulting.at\/40_vorwaerts\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=660"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}