{"id":801,"date":"2010-12-04T10:28:00","date_gmt":"2010-12-04T08:28:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.eisner-elearning.at\/40_vorwaerts\/?p=801"},"modified":"2010-12-04T10:28:00","modified_gmt":"2010-12-04T08:28:00","slug":"zuerst-fordern-dann-fordern","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.eisner-consulting.at\/40_vorwaerts\/?p=801","title":{"rendered":"Zuerst f\u00f6rdern, dann fordern"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"textPage\">\n<p>Zitat aus derStandard<em>: Bei der dritten &#8222;Enquete Arbeitsf\u00e4higkeit&#8220; (&#8230;) im alten Kassensaal der Nationalbank in Wien wurden positive Beispiele und mehr Chancen f\u00fcr \u00c4ltere pr\u00e4sentiert. <\/em>Gudrun Ostermann<\/p>\n<p><em><\/em>\u00d6sterreich hat eine au\u00dferordentlich hohe Lebenserwartung, dennoch sind doppelt so viele Menschen arbeitsunf\u00e4hig und gehen vorzeitig in Pension als im EU-Schnitt. Hierzulande scheint der Konsens zu herrschen, dass Arbeit krankmacht. Allein im letzten Monat gab es in \u00d6sterreich mehr als 5000 Antr\u00e4ge f\u00fcr Invalidit\u00e4tspension. &#8222;Dabei kann Arbeit selbst eine Grundlage von Gesundheit sein, wenn sie Werte wie individuelle Entfaltung und Entwicklung, Kooperationen im Team und Anerkennung durch Kollegen und Vorgesetzte bietet&#8220;, sagt Irene Kloim\u00fcller, Programmleiterin des Projekts &#8222;Fit f\u00fcr die Zukunft&#8220;, bei der dritten Enquete zur Arbeitsf\u00e4higkeit.<\/p>\n<p><strong>Mehr Lebensqualit\u00e4t <\/strong><\/p>\n<p>Langzeitstudien in Finnland haben gezeigt, dass die Arbeitsf\u00e4higkeit vor dem Pensionsantritt auch entscheidend f\u00fcr die Qualit\u00e4t nach dem Erwerbsleben ist. Die Erhaltung der Arbeitsf\u00e4higkeit hat somit nicht nur einen positiven Effekt auf die Produktivit\u00e4t, sondern auch auf die Pension.<\/p>\n<p>Mit \u00e4u\u00dferer \u00dcberzeugung, aber innerer Skepsis habe man damals dieses Projekt des \u00d6PWZ (\u00d6sterreichischen Produktivit\u00e4ts- und Wirtschaftlichkeitszentrum) unterst\u00fctzt, gibt Winfried Pinggera, Generaldirektor der Pensionsversicherungsanstalt (PVA), die gemeinsam mit der Allgemeinen Unfallversicherung (Auva) Tr\u00e4ger des Projektes ist, zu. Den Stein der Weisen habe man zwar nicht gefunden, aber &#8222;wir wissen jetzt, wo wir ansetzen m\u00fcssen, wenn wir die Arbeitsf\u00e4higkeit auch im Alter erhalten m\u00f6chten. Pinggera spricht von einer Zeitenwende: &#8222;Das bisherige Lippenbekenntnis &#8218;Der Mitarbeiter ist das Kapital des Unternehmens&#8216; ist in Zeiten der demografischen Ver\u00e4nderungen Realit\u00e4t geworden.&#8220;<\/p>\n<p>Die Tatsache, dass wir l\u00e4nger arbeiten m\u00fcssen, bedeute nicht, dass wir das auch k\u00f6nnen, wollen und d\u00fcrfen, h\u00e4lt Juhani Ilmarinen bei seinem Vortrag fest. Der Leiter von Juhani Ilmarinen Consulting mit 35-j\u00e4hriger Forschungs- und Entwicklungst\u00e4tigkeit am Finnish Institute of Occupational Health (FIOH) in Helsinki, strich einmal mehr hervor, dass es der falsche Weg sei, zuerst l\u00e4ngeres Erwerbsleben zu fordern und dann dieses erst zu f\u00f6rdern. Dennoch sei \u00d6sterreich auf operativer Ebene bei der Erhaltung der Arbeitsf\u00e4higkeit gut unterwegs. Im europ\u00e4ischen Vergleich sind \u00d6sterreich und Deutschland, die beiden L\u00e4nder, die in den Beratungs-, Trainings- und Coachingbereichen an oberster Stelle stehen. &#8222;Ich sage aber nicht, dass es hier optimal ist. Besonders die Beratung k\u00f6nnte ausgebaut werden&#8220;, erg\u00e4nzt er.<\/p>\n<p>Um die <strong><a href=\"http:\/\/www.eisner-elearning.at\/40_vorwaerts\/bmo\/wai\/\" target=\"_blank\">Arbeitsf\u00e4higkeit<\/a><\/strong> und auch die Produktivit\u00e4t mit zunehmende Alter zu erhalten, m\u00fcsse in jeder Lebensphase eine <strong><a href=\"http:\/\/www.eisner-elearning.at\/40_vorwaerts\/lebensphasenorientierte-arbeitsorganisation-lao\/\" target=\"_blank\">Balance der Faktoren<\/a><\/strong> Gesundheit, Qualifikation, Werte sowie Arbeit und F\u00fchrung vorhanden sein, erkl\u00e4rt Ilmarinen. Die einzelnen Faktoren wirken aufeinander und werden durch Familie und Freunde, gesellschaftliches Umfeld sowie politische Rahmenbedingungen beeinflusst. Produktivit\u00e4t sei demnach nicht vom Alter abh\u00e4ngig, sondern von der Organisation der T\u00e4tigkeit. Langzeitstudien zeigten, dass bei einem Drittel der Arbeitnehmer im Alter das notwendige Gleichgewicht aber verlorengeht.<\/p>\n<p>Ansatzpunkte zur Erhaltung der Arbeitsf\u00e4higkeit gebe es genug. So sollten sich beispielsweise auch die T\u00e4tigkeitsbeschreibungen mit dem Alter \u00e4ndern, erg\u00e4nzt Ilmarinen. Gleichbehandlungen der Generationen seien keine L\u00f6sung. &#8222;Wir m\u00fcssen nach Altersgruppen individualisieren. Doch nur wenige Unternehmen haben bisher den Mut gehabt, das auch zu formulieren&#8220;, so seine Erfahrung.<\/p>\n<p>Aber auch die Forschung m\u00fcsse auf universit\u00e4rer Ebene angehoben werden. &#8222;Daf\u00fcr braucht es Master,- Pre- und Postdoc-Programme&#8220;, erg\u00e4nzt er. Auch ein Lehrstuhl f\u00fcr Occupational Gerontology m\u00fcsse eingerichtet werden, um die Zusammenarbeit von Forschung, Politik und Unternehmen weiter zu verbessern &#8222;Wir k\u00f6nnen die Arbeit neu strukturieren, denn wir haben auch die Arbeitswelt in ihrer jetzigen Form gestaltet&#8220;, ermutigt Ilmarin die Teilnehmer. (&#8230;)<\/p>\n<p>Zitat verf\u00fcgbar unter: http:\/\/epaper.derstandarddigital.at\/data_ep\/STAN\/2010\/20101204\/pagepdf\/3C49CDF8-475E-4AB2-8735-6E8658F3837C.pdf \/ derStandard, 4.\/5. Dezember 2010, S. K1 [Datum des Zugriffs: 4. Dezember 2010]<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00d6sterreich hat eine au\u00dferordentlich hohe Lebenserwartung, dennoch sind doppelt so viele Menschen arbeitsunf\u00e4hig und gehen vorzeitig in Pension als im EU-Schnitt. Hierzulande scheint der Konsens zu herrschen, dass Arbeit krankmacht. 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