{"id":98,"date":"2009-09-24T11:41:38","date_gmt":"2009-09-24T09:41:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.eisner-elearning.at\/40_vorwaerts\/?p=98"},"modified":"2009-09-24T11:41:38","modified_gmt":"2009-09-24T09:41:38","slug":"das-dritte-alter","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.eisner-consulting.at\/40_vorwaerts\/?p=98","title":{"rendered":"Das dritte Alter"},"content":{"rendered":"<p>Irgendwann zwischen vierzig und f\u00fcnfzig tritt man in ein Grenzland ein, wo ein Hauch von Wehmut herrscht. Man ist schon lange nicht mehr jung, aber auch nicht richtig alt, man wei\u00df, wo man gewesen ist, aber nicht, in welche Richtung es weitergehen wird. Alte Wahrheiten scheinen \u00fcberholt. Man muss vieles neu bedenken, durch neues ersetzen und bislang unbekannte Gef\u00fchle durchleben. Denn nun muss man das zu Stande bringen, was man immer \u201esp\u00e4ter\u201c tun wollte. Jetzt ist dieses \u201esp\u00e4ter\u201c da. Jetzt hat man die Chance, entweder seine Tr\u00e4ume zu verwirklichen oder sie endg\u00fcltig fahren zu lassen. Sonst wird es zu sp\u00e4t. Das Leben ist eine Direkt\u00fcbertragung. Man kann nicht auf \u201erewind\u201c dr\u00fccken und zur\u00fcckspulen, wenn etwas Wichtiges fehlt. Die Uhr bleibt nicht stehen \u2013 hohe Erwartungen m\u00fcssen heruntergeschraubt und manche Hoffnung aufgegeben werden.\u00a0 Mitten im sprudelnden Leben, wenn die Sonne noch hoch steht, erahnt man schon mit einem leichten Schauder die nahende k\u00fchle Abendbrise.<\/p>\n<p>Alles flie\u00dft, sagt Heraklit: Man kann nicht zweimal in denselben Fluss steigen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.eisner-consulting.at\/40_vorwaerts\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/mohn2.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-full wp-image-111\" title=\"mohn2\" src=\"http:\/\/www.eisner-consulting.at\/40_vorwaerts\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/mohn2.jpg\" alt=\"mohn2\" width=\"278\" height=\"181\" srcset=\"http:\/\/www.eisner-consulting.at\/40_vorwaerts\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/mohn2.jpg 467w, http:\/\/www.eisner-consulting.at\/40_vorwaerts\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/mohn2-300x196.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 278px) 100vw, 278px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Seinem Alter zu begegnen bedeutet, dass man den Mut hat, das Fremde zuzulassen. Man befindet sich an einer Schwelle, die beides markiert: Ende und Neuanfang. Das \u00c4lterwerden hat beide M\u00f6glichkeiten in sich: Wachstum und Stillstand. Dabei ist es wichtig, unsere verlorene Jugend zu betrauern aber dann ins Neue weiterzugehen und unser Expertentum zu genie\u00dfen.<\/p>\n<p>Probleme entstehen erst dann, wenn wir versuchen, den Nachmittag des Lebens nach dem Muster des Vormittags zu leben. Die Reife kommt nicht von allein und manchmal tut sie weh. Andererseits sind wir vielleicht erst in reiferen Jahren wirklich dazu f\u00e4hig, ganz und gar diejenigen zu sein, die wir urspr\u00fcnglich sein sollten\/wollten.<\/p>\n<p>C.G. Jung, der ber\u00fchmte Psychoanalytiker, meinte, dass die zweite Lebensh\u00e4lfte voller Entwicklungsm\u00f6glichkeiten stecke. Die wichtigsten Lebensaufgaben sind ihm zufolge:<\/p>\n<ul>\n<li>Der Wirklichkeit des Alters und des Todes ins Auge zu schauen und im Idealfall zu erkennen, dass sich Leben und Tod bedingen.<\/li>\n<li>Sein Leben zusammenzufassen und dar\u00fcber zu reflektieren.<\/li>\n<li>Seine Schl\u00fcsse daraus zu ziehen und sich zu entscheiden, wie man den Rest seines Lebens verbringen m\u00f6chte.<\/li>\n<li>Das Vergangene zuzulassen.<\/li>\n<li>Seine eigene authentische Art zu finden.<\/li>\n<li>Den Sinn in seinem Leben zu finden.<\/li>\n<li>Seine kreativen F\u00e4higkeiten zu entdecken und zu bejahen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Es gibt vieles, das wir nicht verstehen und nicht kontrollieren k\u00f6nnen, und wenn wir Gl\u00fcck haben, erkennen wir im dritten Alter unseren wahren Wert und lernen Demut angesichts des Gro\u00dfartigen im Leben.<\/p>\n<p>Wenn wir wollen, k\u00f6nnen wir uns zeit unseres Lebens weiterentwickeln. Dabei geht es nicht darum, perfekt zu sein. Es geht darum, ganz zu sein.<\/p>\n<p>Autor: Mag.a Maria B. Eisner, <a title=\"Jobvitalitaet\" href=\"http:\/\/jobvitalitaet.at\" target=\"_blank\">Jobvitalitaet<\/a>, (c) 2007 (nach einem Text aus: Das Leben ist ein langer Fluss, Tudor-Sandahl, P. 2007)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Irgendwann zwischen vierzig und f\u00fcnfzig tritt man in ein Grenzland ein, wo ein Hauch von Wehmut herrscht. Man ist schon lange nicht mehr jung, aber auch nicht richtig alt, man wei\u00df, wo man gewesen ist, aber nicht, in welche Richtung es weitergehen wird. Alte Wahrheiten scheinen \u00fcberholt. 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