{"id":201,"date":"2009-02-17T10:49:55","date_gmt":"2009-02-17T09:49:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.eisner-elearning.at\/blog\/?p=201"},"modified":"2009-02-17T10:49:55","modified_gmt":"2009-02-17T09:49:55","slug":"organisieren-des-src","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.eisner-consulting.at\/bmoblog\/?p=201","title":{"rendered":"Organisieren des SRC"},"content":{"rendered":"<p><strong>Design von <a href='http:\/\/www.eisner-consulting.at\/bmoblog\/?p=7' title='Das Modell SRC\u00ae'>selbstregulativen Lernstrukturen<\/a> in der Organisation durch die Personalentwicklung (PE)<\/strong><\/p>\n<p>Aus Sicht der funktionalen Gliederung ist die Gestaltung von Lernumgebungen und die F\u00f6rderung selbstregulativer Lernkompetenzen bei der f\u00fcr Personalentwicklungs-Agenden zust\u00e4ndigen Person anzusiedeln. Dies kann gem\u00e4\u00df Gr\u00f6\u00dfe und Struktur eines Betriebes ein(e) PersonalentwicklerIn sein, bzw. die Leitungskraft oder ein(e) PersonalmangerIn die Personalentwicklungsagenden wahrnimmt. In der Regel wird dieser Funktionsbereich damit betraut sein, betriebliche Weiterbildungsma\u00dfnahmen zu organisieren und bedarfsgerecht zu strukturieren. Wird der Fokus nun auf selbstreguliertes Lernen gelegt, ist konzeptionell davon auszugehen, dass folgende Aufgabenbereiche im Sinne der Personalentwicklungsagenden wahrzunehmen sind:<\/p>\n<ol>\n<li>Sicherstellen, dass auf MitarbeiterInnenseite ausreichend Lernkompetenzen zur Verf\u00fcgung stehen.<\/li>\n<li>Strukturen schaffen die selbstregulative Lernprozesse unterst\u00fctzen.<\/li>\n<li>Gew\u00e4hrleisten, dass die am Entwicklungs- und Lernprozess beteiligten Personen in einer Organisation Lernprozesse explizit und mit hohem Commitment begleiten.<\/li>\n<li>Effektives Managen von unterschiedlichen methodischen Grundlagen f\u00fcr betriebliches Lernen.<\/li>\n<li>Lernprozesse so organisieren, dass diese mit einem expliziten R\u00fcckmeldeverfahren begleitet und geschlossen werden.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Dies bedeutet, dass neben den bedarfskonformen Erfordernissen der betrieblichen Gegebenheiten MitarbeiterInnen bef\u00e4higt sein m\u00fcssen, m\u00f6glichst <strong>selbst\u00e4ndig Lernziele zu definieren<\/strong>. Dar\u00fcber hinaus ist es erforderlich, dass diese ebenso eine realistische <strong>Selbsteinsch\u00e4tzung ihrer <a href='http:\/\/www.eisner-consulting.at\/bmoblog\/?p=99' title='Modell Wissenstypologien'>Kenntnisse, F\u00e4higkeiten und Kompetenzen<\/a><\/strong> vornehmen k\u00f6nnen, nach M\u00f6glichkeit an der eigenen Entwicklungsplanung mitwirken und entsprechende Lernstrategien entwerfen. Dies wird in vielen F\u00e4llen einer qualifizierten Unterst\u00fctzung bed\u00fcrfen, im Sinne der Eigenverantwortung des Lernenden f\u00fcr den Erwerb von Kompetenzen ist das grunds\u00e4tzliche Mitwirken an diesen Punkten jedoch Voraussetzung. Im Wesentlichen sind folgende Bereiche f\u00fcr allf\u00e4llige Entscheidungen aufzubereiten:<\/p>\n<ul class=\"unIndentedList\">\n<li>Ressourcen (Zeit, Support, Vorkenntnisse, etc.);<\/li>\n<li>Ziele und Zielsetzungen (Kompetenzziele, betriebliche Erfordernisse, &#8230;); und,<\/li>\n<li>die Planung.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Organisation und Begleitung von Entwicklungs- und F\u00f6rderma\u00dfnahmen ist zwischen der\/dem entsprechenden MitarbeiterIn, seinem\/seiner Vorgesezten, allf\u00e4lligen MentorInnen und der Personalentwicklung (PE) zu committen. Jede(r) Beteiligte an diesem Vorgang hat ganz bestimmte Aufgaben zu erf\u00fcllen, welche die Unterst\u00fctzungsstruktur f\u00fcr einen gelingenden Lernprozess bilden. Bewusst muss dabei sein, dass Lernen nur durch die Zielperson einer Ma\u00dfnahme selbst vollzogen werden kann. PE, Leitungskr\u00e4fte und MentorInnen k\u00f6nnen &#8220;nur&#8221; m\u00f6glichst vorteilhafte Rahmenbedingungen gestalten.<\/p>\n<p>Dabei kommt der PE eine zentrale Aufgabe im Sinne ihrer Expertise zu, F\u00fchrungskr\u00e4fte ad\u00e4quat zu begleiten, MentorInnen mit passenden Tools auszustatten und die Lernenden wenn n\u00f6tig dort zu unterst\u00fctzen wo dies erforderlich ist. Dies ist vor allem auch das Gestalten bzw. das Mitorganisieren der internen Infrastruktur von Lernmaterialien, r\u00e4umlichen und zeitlichen Rahmenbedingungen und notwendigen Lernmedien. Mitunter umfasst dies konkret das Organisieren und Installieren von AnsprechpartnerInnen, die Vorbild- und Unterst\u00fctzungsfunktionen ausf\u00fchren. Weiters kann es Lernenden hilfreich sein, einen Ansprechpartner bei der Evaluierung des eigenen Vorwissens zu haben. Wer daf\u00fcr am geeignetsten ist soll neben dem fachlichen Argument auch auf Beziehungsebene entschieden werden. Und nicht zuletzt ist es Sache der PE, eine profunde Auswahl externer Ressourcen zu treffen, wenn dies konzeptionell erforderlich ist (Seminare, Training, Beratung, Coaching, &#8230;). In diesem Sinne sind F\u00f6rderstrukturen f\u00fcr selbstreguliertes Lernen in einer Organisation zu installieren und anschlie\u00dfend verbindlich und explizit zu organisieren.<\/p>\n<p>In der Umsetzung ist die PE in der Regel mit Agenden engagiert, die f\u00fcr eine gut funktionierende Abwicklung unterschiedlichster Aktivit\u00e4ten im\u00a0Rahmen der internen Weiterbildung sorgen. Mit dem Blick auf selbstreguliertes Lernen im Sinne von SRC (R) bedeutet dies, folgende Punkte zu beachten:<\/p>\n<ul type=\"disc\">\n<li>Bereitstellen von selbstinstruktiven\u00a0Lernunterlagen<\/li>\n<li>Installieren von eLearning<\/li>\n<li>Koordinierung von Pr\u00e4senzveranstaltungen<\/li>\n<li>Einrichten und Betreuen von R\u00fcckmeldesystemen<\/li>\n<li>Unterst\u00fctzung bei Lernen bezogenen Fragen zu Motivation und Emotion<\/li>\n<li>Methodische Unterst\u00fctzung bei Lernen bezogenen Fragen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Umfassend kann von einer Organisationsform gesprochen werden, die als <a href='http:\/\/www.eisner-consulting.at\/bmoblog\/?p=185' title='eLearning in PE-Projekten'>Blended Learning<\/a> zu verstehen ist. Im betrieblichen Umfeld wird dieser methodische Mix durch die F\u00fchrungskr\u00e4fte und MentorInnen mit beeinflusst. Beide k\u00f6nnen wertvolle Impulse f\u00fcr den Lernprozess liefern, insbesondere dann, wenn diese eigenverantwortliches und selbstreguliertes Lernen f\u00f6rdern und zu gegebener Zeit auch angemessen zeitliche Ressourcen zur Verf\u00fcgung stellen.<\/p>\n<p>Werden Aus- und Weiterbildungsprozesse abgeschlossen, tr\u00e4gt ein differenziertes Feedback zum Lernerfolg dazu bei, dass<\/p>\n<p>a) Anerkennung geleistet wird,<br \/>\nb) Orientierung zum aktuellen Kompetenzlevel gegeben, und<br \/>\nc) weitere Entwicklungs- und Verbesserungsm\u00f6glichkeiten aufgezeigt werden.<\/p>\n<p>Ein Lernfeedback dieser Art soll dem Lernenden zus\u00e4tzliche Klarheit \u00fcber die erworbenen Kenntnisse und F\u00e4higkeiten geben und aufzeigen, in welchem Ausma\u00df die fachliche Kompetenz erweitert worden ist. Aufgabe der PE ist es hier, Leitungskr\u00e4fte und MentorInnen bei der Erf\u00fcllung ihrer Aufgaben, insbesondere in p\u00e4dagogischer Hinsicht, zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p><strong>F\u00fcr die Praxis:<\/strong><\/p>\n<p>Aus dem eben Dargestellten lassen sich mitunter folgende Fragen ableiten:<\/p>\n<ul class=\"unIndentedList\">\n<li>Wo in den organisationalen Strukturen findet informelles Lernen, in einem strategisch bedeutsamen Ausma\u00df, statt?<\/li>\n<li>In welchen Bereichen findet informelles Lernen nicht, oder nicht im erforderlichen Ausma\u00df statt (&#8230;aber es notwendig w\u00e4re)?<\/li>\n<li>Wie ist formelles Lernen organisiert und wie erg\u00e4nzt sich dieses mit informellen Lernroutinen?<\/li>\n<li>Wie sind alle diese Lernroutinen erfasst?<\/li>\n<li>Welche Kompetenzen werden von den Beteiligten in solchen Prozessen eingesetzt?<\/li>\n<li>Wie werden diese Vorg\u00e4nge seitens der Personalentwicklung unterst\u00fctzt?<\/li>\n<li>Was w\u00e4ren konkrete Schritte um in der Organisation selbstregulative Lernprozesse und selbstreguliertes Lernen zu verbessern und\/oder zu optimieren?<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u00a9 2009 Mag. Josef Eisner<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Organisieren selbstregulativer Lernstrategien ist funktional dem Bereich Personalentwicklung zuzuordnen. Von hier ausgehend sind in Zusammenarbeit mit den Personen in Leitungsfunktionen entsprechende F\u00f6rder- und Unterst\u00fctzungsstrukturen zu gestalten. F\u00fcr zielorientierte selbstregulative Lernprozesse ist daher zu kl\u00e4ren: a) Was sind die zentralen Aufgabenkomplexe der PE dabei?  b) Wer sind die daran beteiligten Menschen und mit welchen Aufgaben wirken sie mit? und c)  welche Hilfsmittel und Strukturen sind erforderlich?<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"jetpack_post_was_ever_published":false,"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":false,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","enabled":false},"version":2}},"categories":[9],"tags":[33,67,74,76,91,85,98],"class_list":["post-201","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-self-regulated-competence","tag-commitment","tag-lernunterlagen","tag-mentoren","tag-mentorinnen","tag-padagogik","tag-personalentwicklung","tag-ruckmeldeverfahren"],"jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p4P9dN-3f","jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack-related-posts":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.eisner-consulting.at\/bmoblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/201"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.eisner-consulting.at\/bmoblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.eisner-consulting.at\/bmoblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.eisner-consulting.at\/bmoblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.eisner-consulting.at\/bmoblog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=201"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/www.eisner-consulting.at\/bmoblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/201\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.eisner-consulting.at\/bmoblog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=201"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.eisner-consulting.at\/bmoblog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=201"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.eisner-consulting.at\/bmoblog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=201"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}