{"id":366,"date":"2009-03-30T13:48:12","date_gmt":"2009-03-30T12:48:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.eisner-elearning.at\/blog\/?p=366"},"modified":"2009-03-30T13:48:12","modified_gmt":"2009-03-30T12:48:12","slug":"funktion-versus-rolle","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.eisner-consulting.at\/bmoblog\/?p=366","title":{"rendered":"Funktion versus Rolle"},"content":{"rendered":"<p><strong>Exkurs zum Thema Funktion und Rolle<\/strong><\/p>\n<p>Funktion und Rolle sind in der sozialen Realit\u00e4t eng nebeneinander liegende Ph\u00e4nomene die f\u00fcr sich genommen recht unterschiedliche Bedeutung haben. Dies zu veranschaulichen soll mit dem Begriff \u201eLeitung&#8221; getan werden. Leitung beschreibt im Gegensatz zu F\u00fchrung eine Funktion die ihre Bedeu\u00adtung im strukturellen Aufbau einer Organisation hat. Ein Mitarbeiter der eine bestimmte Leitungsfunktion ausf\u00fcllt, tut dies im Rahmen unterschied\u00adlicher sozialer Rollen. So nimmt eine Person, die eine bestimmte Leitungs\u00adfunktion aus\u00fcbt, unterschiedliche Rollen, je nach Situation und Aufgaben\u00adstellung ein; z. B. Initiator, F\u00fchrer, Koordinator, Verhandler, Mentor etc. Leitungs\u00adaufgaben erfordern eine hohe Rollenplastizit\u00e4t. Damit dies ad\u00e4quat erf\u00fcllt werden kann, ist ein Kennen der eigenen St\u00e4rken und Kompetenzen, als auch das Erkennen m\u00f6glicher Entwicklungsfenster, wichtig. Also, Leitung ist die Funktion, und F\u00fchrung ist eine m\u00f6gliche von verschiedenen sozialen Rollen, aus der sich diese Funktion zusammensetzt.<\/p>\n<p>Unter <strong>Funktion<\/strong> ist eine <strong>erworbene, verliehene, vereinbarte oder fest\u00adge\u00adlegte Rah\u00admen\u00adbedingung in einer sozialen Gemeinschaft, die an beidseitig abge\u00adsprochene T\u00e4tig\u00adkeiten gebunden ist<\/strong>, zu verstehen. Davon unterscheidet sich eine <strong>Rolle<\/strong>. Diese ist ein <strong>eigenes oder durch Fremdwahrnehmung ge\u00ad\u00adw\u00e4hltes Verhaltens\u00admuster, das abgesprochen oder unabgesprochen in der sozialen Gemein\u00adschaft ausge\u00fcbt wird<\/strong> (vgl. Pechtl, 1995, S. 202f). Veranschaulicht kann dies mit folgender Tabelle werden:<\/p>\n<table border=\"1\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"205\" valign=\"top\"><strong>Funktion<\/strong><\/td>\n<td width=\"205\" valign=\"top\"><strong>T\u00e4tigkeiten<\/strong><\/td>\n<td width=\"205\" valign=\"top\"><strong>Rollen<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"205\" valign=\"top\">Leitung<\/td>\n<td width=\"205\" valign=\"top\">bewerten,   beurteilen, entscheiden, anleiten,   leiten, kontrollieren, animieren,   initiieren, managen, &#8230;<\/td>\n<td width=\"205\" valign=\"top\">Initiator,   Koordinator, F\u00fchrer, Verhandler, Mentor, Manager, &#8230;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"205\" valign=\"top\">andere Mitarbeiter-Funktionen:   (Kalkulant, Maurer, Vorarbeiter, Meister, Dreher, Rohmaterialein\u00adk\u00e4ufer,   u.s.w.)<\/td>\n<td width=\"205\" valign=\"top\">Mit der   jeweiligen Funktion verbundene T\u00e4tigkeiten im engeren Sinne<\/td>\n<td width=\"205\" valign=\"top\">Vorbild,   Angepasster, Geselliger, Exponent, Experte, Innovator,&#8230;<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>F\u00fcr die Aus\u00fcbung der Funktion Leitung sind mehrere B\u00fcndel an F\u00e4higkeiten (Kompetenzen) vorauszusetzen, die nat\u00fcrlich auch &#8220;normale&#8221; MitarbeiterInnen betreffen. Exemplarisch sollen hier einige Kompetenzen angef\u00fchrt werden, welche f\u00fcr die Leitungsarbeit als zentral erscheinen: a) Kontakte kn\u00fcpfen und tragf\u00e4hige Beziehungen gestalten; b) zielgerichtetes Einrichten und Betreuen von Informationonsstrukturen; c) einen eigenen Standpunkt vertreten k\u00f6nnen ohne andere Mein\u00adun\u00adgen und Ansichten zu ignorieren (d.h. auch zu konstruktiver Auseinandersetzung f\u00e4hig und bereit sein) und d) Konflikte so beeinflussen k\u00f6nnen, dass zielgerichtetes und produktives Handeln gew\u00e4hrleistet bleibt.<\/p>\n<p>So gesehen ist f\u00fcr die Leitungsarbeit nicht die fachliche Kompetenz allein entscheidend, es sind vor allem auch sozialpsychologische Kenntnisse, methodische Kenntnisse der Analyse und Plan\u00adung und das Geschick im Umgang mit Menschen, die eine entsprechende Qualifizierung aus\u00admachen (vgl. Eisner, 2007, S. 29).<\/p>\n<p><a href='http:\/\/www.eisner-consulting.at\/bmoblog\/?p=760' title='Funktion, Rolle und Position'>Lesen Sie mehr dazu hier &#8230;<\/a><\/p>\n<p>\u00a9 2009 Mag. Josef Eisner<\/p>\n<div id=\"_mcePaste\" style=\"overflow: hidden; position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px;\">\n<table border=\"1\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"205\" valign=\"top\"><strong>Funktion<\/strong><\/td>\n<td width=\"205\" valign=\"top\"><strong>T\u00e4tigkeiten<\/strong><\/td>\n<td width=\"205\" valign=\"top\"><strong>Rollen<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Exkurs zum Thema Funktion und Rolle Funktion und Rolle sind in der sozialen Realit\u00e4t eng nebeneinander liegende Ph\u00e4nomene die f\u00fcr sich genommen recht unterschiedliche Bedeutung haben. Dies zu veranschaulichen soll mit dem Begriff \u201eLeitung&#8221; getan werden. 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