{"id":573,"date":"2009-09-24T12:55:23","date_gmt":"2009-09-24T11:55:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.eisner-elearning.at\/blog\/?p=573"},"modified":"2009-09-24T12:55:23","modified_gmt":"2009-09-24T11:55:23","slug":"selbstanerkennung","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.eisner-consulting.at\/bmoblog\/?p=573","title":{"rendered":"Selbstanerkennung"},"content":{"rendered":"<p><strong>Selbstanerkennung<\/strong><\/p>\n<p><a href='http:\/\/www.eisner-consulting.at\/bmoblog\/?p=476' title='Anerkennung'>Anerkennung<\/a> erf\u00fcllt auf unterschiedlichen Ebenen funktionale Aufgaben. Im <a href='http:\/\/www.eisner-consulting.at\/bmoblog\/?p=530' title='Prim\u00e4re Anerkennung'>vorangegangenen Artikel<\/a> wurde dabei Selbstanerkennung und soziale Anerkennung angesprochen. So gesehen hat Anerkennung eine funktionale Aufgabe bei der Aufrechterhaltung eines konstanten und kraftvollen ICH\u2019s und andererseits hilft sie bei der Gestaltung und funktionalen Aufrechterhaltung sozialer R\u00e4ume. Im Kontext von Organisationen sind dies, wie bereits andernorts angesprochen, wichtige Elemente f\u00fcr produktive Sozialstrukturen in Organisationen. Hier soll nun auf das Moment der Selbstanerkennung etwas detaillierter eingegangen werden.<\/p>\n<p>Was unter Selbstanerkennung zu verstehen ist kann mitunter mit folgendem Zitat verdeutlicht werden. Eine bedeutende amerikanische Psychologin und Therapeutin sagte dazu h\u00e4ufig, \u201elobe dich selbst auch wenn andere dich loben!\u201c In dieser schlichten und doch kraftvollen Aussage stecken zwei Elmente des Anerkennungs-Selbstmanagement: a) Anerkennen, dass andere einen \u201agut\u2019 finden oder zumindest \u201aerkennen\u2019 was ist und dieses auch zum Ausdruck bringen; und b) sich selbst zugestehen, dass man wertvoll ist und\/oder Wertvolles leistet, unabh\u00e4ngig davon ob Lob\/Anerkennung von anderen ge\u00e4u\u00dfert wird. Erst wenn ich als Person der sozialen Anerkennung auch ein angemessenes Ma\u00df an Selbstanerkennung beistellen kann kommt das ICH in Balance. Im Rahmen der Gestaltung organisationaler Rahmenbedingungen k\u00f6nnen beide Elemente mit unterschiedlichen Instrumenten gef\u00f6rdert werden.<\/p>\n<p>Bleiben wir aber f\u00fcr dieses Mal bei der individuellen Seite, dann kann Selbstanerkennung Folgendes hei\u00dfen:<\/p>\n<ul>\n<li>Erkennen, dass ICH trotz des mancherorts deutlich sp\u00fcrbaren Konformit\u00e4tsdrucks eine einmalige Person bin und das was ICH hervorbringe authentisch mein Eigenes ist.<\/li>\n<li>Erkennen, dass meine Erfolge und mir Missgl\u00fccktes zu mir geh\u00f6ren, inklusive aller darin liegenden Lernm\u00f6glichkeiten.<\/li>\n<li>Erkennen, dass mir Ressourcen zur Verf\u00fcgung stehen mit denen ich mich in einer angemessenen Weise durchsetzen und behaupten kann.<\/li>\n<li>Erkennen, dass trotz \u00e4u\u00dferer Zw\u00e4nge Spielraum f\u00fcr eine eigene Wahl und selbstbestimmte Entscheidungen gegeben ist.<\/li>\n<\/ul>\n<p>In angemessener Art und Weise Eigenlob zu \u00fcben ist ebenso ein fundamentaler Punkt beim Zubilligen von Selbstanerkennung. Wenn also irgendwo im Hinterkopf noch so ein Satz aktiv ist wie \u201eEigenlob stinkt\u201c o.\u00e4., dann sollte man sich diesem einmal kritisch n\u00e4hern. Wie aus der Transaktionsanalyse hinl\u00e4nglich bekannt ist, sind es f\u00fcnf Grundhaltungen die daran beteiligt sind, dass das mit der Selbstanerkennung oft nicht so gut funktioniert wie es f\u00fcr einen selbst g\u00fcnstig und f\u00f6rderlich w\u00e4re. Zusammengefasst handelt es sich dabei um Aussagen wie \u201aSei perfekt!\u2019, \u201aGefalle anderen!\u2019, \u201aSei stark (tapfer usw.)!\u2019, \u201aStreng dich an!\u2019 und \u201aBeeil dich!\u2019. Ohne \u201adas Kind mit dem Bade auszusch\u00fctten\u2019 zu wollen und zu behaupten diese Punkte h\u00e4tten nicht zu gegebener Zeit auch ihren Sinn, ist Folgendes anzunehmen; F\u00fcr ein hilfreiches und f\u00f6rderliches Selbstanerkennungsverhalten sind mitunter folgende S\u00e4tze und Haltungen hilfreich:<\/p>\n<ul>\n<li>Ich bin gut genug so wie ich bin, auch wenn ich das eine oder andere noch anders oder besser k\u00f6nnen oder machen will.<\/li>\n<li>Ich gefalle mir selbst, auch wenn ich mich um andere bem\u00fche.<\/li>\n<li>Ich bin offen und dr\u00fccke meine W\u00fcnsche klar aus, auch wenn ich aufmerksam f\u00fcr die W\u00fcnsche und Bed\u00fcrfnisse anderer bin.<\/li>\n<li>Ich tue die Dinge und Aufgaben so wie ich sie kann, bin aber zu gegebener Zeit offen f\u00fcr Verbesserungen.<\/li>\n<li>Ich nehme mir f\u00fcr meine Angelegenheiten und Aufgaben angemessen Zeit, respektiere aber, dass Zeit ein bemessenes Gut ist und gehe damit bewusst um.<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u00a9 2009 Mag. Josef Eisner<\/p>\n<p>Ein neues Thema &#8211; <a title=\"40_vorwaerts\" href=\"http:\/\/www.eisner-elearning.at\/40_vorwaerts\/\" target=\"_blank\">40_vorwaerts<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anerkennung erf\u00fcllt auf unterschiedlichen Ebenen funktionale Aufgaben. Im vorangegangenen Artikel wurde dabei Selbstanerkennung und soziale Anerkennung angesprochen. So gesehen hat Anerkennung eine funktionale Aufgabe bei der Aufrechterhaltung eines konstanten und kraftvollen ICH\u2019s und andererseits hilft sie bei der Gestaltung und funktionalen Aufrechterhaltung sozialer R\u00e4ume. Im Kontext von Organisationen sind dies, wie bereits andernorts angesprochen, wichtige Elemente f\u00fcr produktive Sozialstrukturen in Organisationen. 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