{"id":695,"date":"2009-12-14T12:17:37","date_gmt":"2009-12-14T11:17:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.eisner-elearning.at\/blog\/?p=695"},"modified":"2009-12-14T12:17:37","modified_gmt":"2009-12-14T11:17:37","slug":"anerkennung-und-zukunft","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.eisner-consulting.at\/bmoblog\/?p=695","title":{"rendered":"Anerkennung und Zukunft"},"content":{"rendered":"<p><strong>Das Anerkennen der Vergangenheit gibt den Weg in die Zukunft frei<\/strong><\/p>\n<p>Bis jetzt wurden hier in der Kategorie zum Thema Anerkennung folgende Blickwinkel eingenommen: Ausgangspunkt war <a href='http:\/\/www.eisner-consulting.at\/bmoblog\/?p=530' title='Prim\u00e4re Anerkennung'>Anerkennung als grundlegendes Element<\/a> der menschlichen Existenz zu beschreiben. Dabei wurden insbesondere <a href='http:\/\/www.eisner-consulting.at\/bmoblog\/?p=573' title='Selbstanerkennung'>Selbstanerkennung<\/a> und die <a href='http:\/\/www.eisner-consulting.at\/bmoblog\/?p=611' title='Soziale Anerkennung'>soziale Anerkennung<\/a> hervorgehoben. Bei Ersterer geht es um das Erkennen, das Annehmen und W\u00fcrdigen des eigenen Handelns und Seins auf einer fundamentalen Ebene. Die soziale Anerkennung wiederum gilt als Notwendigkeit zu Befriedigung unseres Bed\u00fcrfnisses nach Zugeh\u00f6rigkeit. Ohne sich irgendwo beheimatet bzw. zugeh\u00f6rig f\u00fchlen zu k\u00f6nnen, ist eine gedeihliche individuelle Entwicklung nicht m\u00f6glich. Die soziale Anerkennung realisiert sich in unterschiedlichen Bereichen. Das betrifft zum einen die Dimension der Zeit, d.h. zu w\u00fcrdigen was war, zu achten was ist und das Respektieren des Werdenden.<\/p>\n<p>Andererseits folgt die soziale Anerkennung auch strukturellen Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten. Das kann ganz unterschiedliche Bereiche betreffen wie z.B. Zugeh\u00f6rigkeiten, Verantwortung, Aufgabenbereiche, Leistung usw.<\/p>\n<p>Aus einer allgemeinen Sicht ist das Thema Leistung anzusprechen, insbesondere betrifft dies l\u00e4nger gediente Mitarbeiter oder \u201aMitarbeitergenerationen\u2019 die nicht mehr aktiv in der Organisation t\u00e4tig sind. Abseits von dem, ob deren Verdienste und Leistungen im aktuellen technologischen Kontext noch genutzt werden k\u00f6nnen, f\u00fcr das Gesamtwohl und den Fortbestand der Organisation waren sie fundamental. Werden diese Leistungen nicht in geb\u00fchrlicher und angebrachter Weise anerkannt, dann bindet dies Energien die eigentlich f\u00fcr die Gestaltung im Hier und Jetzt sowie f\u00fcr die Zukunft ben\u00f6tigt werden.<\/p>\n<p>Wo Menschen produktiv sind und gestalten, ist neben dem Erreichen von absichtsvoll angestrebten auch das Verfehlen solcher Zielsetzungen an der Tagesordnung. Kurz gesagt, Menschen machen Fehler. Die damit verbundene Verantwortung ist eine geteilte. Das Erkennen und Anerkennen der eigenen Unzul\u00e4nglichkeiten, neben dem was die Verantwortung anderer im Rahmen einer Sache ist, \u00a0erm\u00f6glicht einen produktiven Umgang mit Fehlern. Ein solcher Zugang ist weitgehend frei von individuellen Schuldzuweisungen und damit wird auch der Blick auf eine erfolgreiche Ursachenbearbeitung frei.<\/p>\n<p>Die oben angef\u00fchrten Punkte zu beachten ist wertvoll und wem dies auch in der Umsetzung gelingt, wird dies in seiner Aufgabe als st\u00e4rkend erleben. Eine solche Haltung verbindet sich damit, konflikthafte Verstrickungen anderer respektierend zu w\u00fcrdigen und nicht als Grundlage f\u00fcr Aburteilung zu verwenden. Was nicht hei\u00dft, dass ein offenes Wort zur rechten Zeit im passenden Rahmen auch zu einer aufrichtig gelebten Kollegialit\u00e4t geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Ein zentraler Grundsatz der hinter diesen angesprochenen Punkten steht ist, dass nicht hinreichend verarbeitete Ereignisse sich \u00fcber die Zeit und Generationen von Mitarbeitern auf subtile Weise in einer Organisation tradieren. Nichtw\u00fcrdigung und projizieren von Schuld k\u00f6nnen sich in einer Unternehmenskultur in Form von unterschiedlichen Konflikten tarnen. Wenn Organisationsmitglieder in dieser Weise instrumentalisiert sind, die Hintergr\u00fcnde nicht bewusst gemacht werden, dann \u00fcberdauern destruktive Kommunikationsmuster.<\/p>\n<p>\u00a9 2009 <a title=\"Portrait\" href=\"..\/?sezolF4h\" target=\"_blank\">Mag. Josef Eisner<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein zentraler Grundsatz der hinter diesen angesprochenen Punkten steht ist, dass nicht hinreichend verarbeitete Ereignisse sich \u00fcber die Zeit und Generationen von Mitarbeitern auf subtile Weise in einer Organisation tradieren. Nichtw\u00fcrdigung und projizieren von Schuld k\u00f6nnen sich in einer Unternehmenskultur im Form von unterschiedlichen Konflikten tarnen. 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