{"id":781,"date":"2010-08-25T10:38:01","date_gmt":"2010-08-25T09:38:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.eisner-elearning.at\/blog\/?p=781"},"modified":"2010-08-25T10:38:01","modified_gmt":"2010-08-25T09:38:01","slug":"demografie","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.eisner-consulting.at\/bmoblog\/?p=781","title":{"rendered":"Lebensphasengerechtes Leisten"},"content":{"rendered":"<p><strong>Organisation- und Personalentwicklung im Lichte der aktuellen demografischen Gewichtung<\/strong><\/p>\n<p>Seit rund zehn Jahren gewinnt in unterschiedlicher Ausrichtung das Thema Generationenmanagement in den Betrieben und Organisationen zunehmend an Bedeutung. Meist wird systematisch vorgegangen, beginnend bei einer entsprechenden Altersstrukturanalyse und davon abgeleitet Ma\u00dfnahmen im Sinne der Verh\u00e4ltnis- und Verhaltenspr\u00e4vention. Die Organisationen waren in den letzten Jahrzehnten gepr\u00e4gt durch die dominante Population der 25 bis 45 J\u00e4hrigen. Dies forcierte vor allem auf kurzfristigen Erfolg ausgerichtete Power-Kulturen mit einer tendenziell eingeschr\u00e4nkten Langfristperspektive. Die kommende dominante Population in der demografischen Struktur unserer Organisationen wird die der 45 bis 60 j\u00e4hrigen Menschen bzw. MitarbeiterInnen sein. Ihre Erfahrungen und die kritische Haltung nachstrebender Generationen werden zu tiefgreifenden Ver\u00e4nderungen der sozialen Konfiguration f\u00fchren.<\/p>\n<div id=\"attachment_783\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-783\" class=\"size-thumbnail wp-image-783  \" title=\"Teamwork\" src=\"http:\/\/www.eisner-consulting.at\/bmoblog\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/Teamwork-150x150.jpg\" alt=\"Zusammenarbeit (Bildnachweis: istockfoto.com)\" width=\"150\" height=\"150\" \/><p id=\"caption-attachment-783\" class=\"wp-caption-text\">Zusammenarbeit (Bildnachweis: istockfoto.com)<\/p><\/div>\n<p>F\u00fcr Betriebe geht es darum, ihre Produktivit\u00e4t und Wettbewerbsf\u00e4higkeit auf Sicht zu sichern. Aus den demografischen Gegebenheiten heraus gewinnt dabei das mittel- und langfristige Denken an Priorit\u00e4t. Werden diesbez\u00fcgliche Planungen eingeleitet, dann ber\u00fccksichtigt die vorzunehmende Altersstrukturanalyse u.a. folgende Punkte: [] Differenzierung von unterschiedlichen Szenarien, [] Analysen f\u00fcr unterschiedliche Zeitspr\u00fcnge parallel, [] MitarbeiterInnen zu- und Abg\u00e4nge nach gesch\u00e4tzten Angaben, [] Differenzierte Betrachtung nach Frauen und M\u00e4nnern, [] Ber\u00fccksichtigung von Ausfallzeiten, [] Ber\u00fccksichtigung von Ausbildung, [] Differenzierung der Szenarien nach angenommenen durchschnittlichen Pensionsantrittsalter u.a.<\/p>\n<p>Solche Fakten und davon abgeleitete Szenarien sind von unterschiedlichen Kriterien beeinflusst. Die im Rahmen f\u00fcr das Generationenmanagement besonders relevanten Dimensionen lassen sich in folgender Liste zusammenfassen: [] Verf\u00fcgbare Kompetenzen, [] Gesundheit am Arbeitsplatz, [] Lernm\u00f6glichkeiten, [] Integration (Diversity), [] Leitungskultur und Umgang mit Verantwortung [<a title=\"GDC\" href=\"http:\/\/www.eisner-elearning.at\/40_vorwaerts\/bmo\/gdc\/\" target=\"_blank\">Generation Diversity Check<\/a>].<\/p>\n<p>Bezieht sich diese Reihe vor allem auf Arbeitsbedingungen und in Folge auf die Verh\u00e4ltnispr\u00e4vention so kommen auf individueller Ebene folgende Punkte zum Tragen: Werte (Einstellung und Motivation),<a href='http:\/\/www.eisner-consulting.at\/bmoblog\/?p=99' title='Modell Wissenstypologien'> Kompetenz (Kenntnisse und F\u00e4higkeiten)<\/a>, Gesundheit (funktionelle Kapazit\u00e4t), Beziehung in Beruf, Familie und Freundeskreis.<\/p>\n<p>Arbeitsbedingungen und pers\u00f6nliche Voraussetzungen verbinden sich zu einem dynamischen Wirkprofil welches bestimmt, in welcher Weise und in welchem Ausma\u00df sich die individuelle Arbeitsf\u00e4higkeit entwickelt.<\/p>\n<p>Leitung und Leitungskultur sind im Kontext von Organisationen jene steuernden Faktoren, die in relevanter Weise die Rahmenbedingungen f\u00fcr Arbeitsverh\u00e4ltnisse gestalten k\u00f6nnen. Sie erm\u00f6glichen eine optimale Verschr\u00e4nkung unterschiedlicher Alterssegmente und der damit verbundenen Ressourcen.<\/p>\n<p>In einem konkreten Projekt fokussiert das Unternehmen auf die verbesserte Kommunikation und Nutzung bereits vorhandener Angebote. Die Anpassung ergonomischer Bedingungen am Arbeitsplatz, variierbare Arbeitzeitbedingungen, Gesundheitsangebote etc. k\u00f6nnen nur dann voll wirksam werden, wenn die Relevanz und die Konsequenzen demografischer Ver\u00e4nderungen von allen Beteiligten und Betroffenen erkannt und verhaltensbezogen ber\u00fccksichtigt werden. Den Erhalt der individuellen Gesundheit und Leistungsf\u00e4higkeit, kann in letzter Konsequenz nur die jeweilige Person selbst gestalten. Arbeits- und Gespr\u00e4chskultur werden aber von Leitungspersonen entscheidend gepr\u00e4gt und haben nachgewiesener Ma\u00dfen einen bedeutsamen Einfluss auf die Motivation und Produktivit\u00e4t bereits reiferer Jahrg\u00e4nge in einer Belegschaft.<\/p>\n<p>In der Praxis hei\u00dft dies, dass der Blick auf ver\u00e4nderte Leistungsf\u00e4higkeit gerichtet werden muss, will man bezogen auf die individuelle Reifung von Menschen optimale Produktions- bzw. Dienstleitungsvorrausetzungen schaffen. Jede Altersstufe hat ihre spezifischen St\u00e4rken und Defizite. Der kreative Mix in Arbeitsgruppen gepaart mit angemessener kommunikativer Kompetenz erm\u00f6glicht so optimierte Arbeitsergebnisse.<\/p>\n<p>Im Konzept von <a title=\"AgingArt\" href=\"http:\/\/www.eisner-elearning.at\/40_vorwaerts\/agingart\/\" target=\"_blank\">AginArt\u00ae<\/a> (Wirsing, 2009) werden die Ansatzpunkte f\u00fcr ein erfolgreiches Generationenmanagement unter der Ber\u00fccksichtigung von Unternehmen und MitarbeiterInnen zusammengefasst.<\/p>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"307\" valign=\"top\"><strong>Das Unternehmen <\/strong><\/p>\n<p><strong>(die Arbeitswelt)<\/strong><\/td>\n<td width=\"307\" valign=\"top\"><strong>Die\/der einzelne   MitarbeiterIn <\/strong><\/p>\n<p><strong>(die Lebenswelt)<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"307\" valign=\"top\">Personalentwicklung<\/td>\n<td width=\"307\" valign=\"top\">Pers\u00f6nlichkeitsentwicklung<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"307\" valign=\"top\">Arbeitsorganisation<\/td>\n<td width=\"307\" valign=\"top\">Pers\u00f6nlichkeitsorganisation<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"307\" valign=\"top\">Orientierung an den beruflichen Lebensphasen<\/td>\n<td width=\"307\" valign=\"top\">Orientierung an der gesamten Lebensspanne<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"307\" valign=\"top\">Change Managment Prozesse<\/td>\n<td width=\"307\" valign=\"top\">Gestaltung von Lebens\u00fcberg\u00e4ngen (Reifung)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"307\" valign=\"top\">Betriebliches Gesundheitsmanagment<\/td>\n<td width=\"307\" valign=\"top\">Pers\u00f6nliches Gesundheitsmanagement<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"307\" valign=\"top\">Weiterbildung: Berufliche Performance im \u00c4lterwerden   (Angebote und Rahmenbdingungen)<\/td>\n<td width=\"307\" valign=\"top\">Weiterbildung: Pers\u00f6nliche Performance im \u00c4lterwerden   (Pers\u00f6nliches Engagement)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"307\" valign=\"top\">Flexible Lebensarbeitszeitmodelle<\/td>\n<td width=\"307\" valign=\"top\">Balance der Lebensbereiche<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"307\" valign=\"top\"><strong>Verh\u00e4ltnispr\u00e4vention<\/strong><\/td>\n<td width=\"307\" valign=\"top\"><strong>Verhaltenspr\u00e4vention<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>In einem solchen Ansatz werden die Nahtstellen zwischen <a href='http:\/\/www.eisner-consulting.at\/bmoblog\/?p=760' title='Funktion, Rolle und Position'>Funktion, Rollen<\/a> und entsprechenden Sachthemen laufend gepflegt. Nur diese angemessen zu gestaltende stetige Aufmerksamkeit gew\u00e4hrleistet jene Verbundenheit in einer Belegschaft, die sie auch als leistungsf\u00e4hige Interessensgemeinschaft auszeichnet.<\/p>\n<p>\u00a92010 Mag. Dr. Josef Eisner<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Organisation- und Personalentwicklung im Lichte der aktuellen demografischen Gewichtung Seit rund zehn Jahren gewinnt in unterschiedlicher Ausrichtung das Thema Generationenmanagement in den Betrieben und Organisationen zunehmend an Bedeutung. Meist wird systematisch vorgegangen, beginnend bei einer entsprechenden Altersstrukturanalyse und davon abgeleitet Ma\u00dfnahmen im Sinne der Verh\u00e4ltnis- und Verhaltenspr\u00e4vention. 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