{"id":2015,"date":"2021-03-16T19:13:06","date_gmt":"2021-03-16T18:13:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schuleundgesellschaft.work\/blogunisbg\/?p=2015"},"modified":"2021-03-16T19:13:06","modified_gmt":"2021-03-16T18:13:06","slug":"artikel-zu-gerechtigkeit-chancengerechtigkeit-und-gendern","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.eisner-consulting.at\/schuleundgesellschaft\/?p=2015","title":{"rendered":"Chancengerechtigkeit, Gleichbehandlung und Gendern?"},"content":{"rendered":"<div class=\"pdfprnt-buttons pdfprnt-buttons-post pdfprnt-top-right\"><a href=\"http:\/\/www.eisner-consulting.at\/schuleundgesellschaft\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fposts%2F2015&print=pdf\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-pdf\" target=\"_blank\"><img src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.eisner-consulting.at\/schuleundgesellschaft\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/pdf.png?w=780\" alt=\"image_pdf\" title=\"View PDF\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/www.eisner-consulting.at\/schuleundgesellschaft\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fposts%2F2015&print=print\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-print\" target=\"_blank\"><img src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.eisner-consulting.at\/schuleundgesellschaft\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/print.png?w=780\" alt=\"image_print\" title=\"Print Content\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><\/div><p style=\"text-align: right\"><span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif;font-size: 14px\"><strong>LV: Gender, Diversit\u00e4t und Inklusion<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif;font-size: 14px\"><strong>Artikelsammlung<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif;font-size: 14px\"><strong>Gruppe A<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif;font-size: 14px\">Thema 1<br \/>\n<strong>Noch steinig und schwer: Der Weg in Richtung Chancengerechtigkeit<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif;font-size: 14px\">Verfasserin: Eva-Maria Schitter<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left\"><span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif;font-size: 14px\">Ein ausf\u00fchrlich behandeltes Thema in Melisa Erkurts Buch \u201eGeneration Haram\u201c ist die Anforderung an Lehrende, Kindern in der Schule eine chancengleiche Grundlage f\u00fcr ihre Zukunft zu schaffen und zu bieten. Die gesellschaftlichen und politischen Erwartungshaltungen liegen dabei denkbar hoch und die Umsetzung unter den aktuellen Rahmenbedingungen gleichen nahezu einem Ding der Unm\u00f6glichkeit. Dementsprechender Druck lastet auf dem Lehrpersonal, zumal diese Tatsache eigentlich auch das Fundament f\u00fcr eine gerechte Aufteilung der Wissensressourcen und Bildungsm\u00f6glichkeiten in unserem Land bilden sollte. Um das erfolgreich zu realisieren und damit die richtigen Bedingungen f\u00fcr einen chancengerechten Unterricht zu schaffen, w\u00e4ren aber, so Erkurt, eine Vielzahl an Neuerungen und Umstrukturierungen im Bildungssystem notwendig. Das derzeitige Ger\u00fcst, auf dem Schule baut, ist nicht hinreichend daf\u00fcr geschaffen, auf individuelle Schwierigkeiten einzugehen und allen Sch\u00fcler*innen einen chancengleichen Weg zu ebnen. Allerdings gibt es mittlerweile Initiativen, die sich dieser Problematik angenommen haben, wovon ein Vorbild-Projekt im folgenden n\u00e4here Erl\u00e4uterung finden soll.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left\"><span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif;font-size: 14px\">SINDBAD ist ein junges \u00f6sterreichisches Unternehmen, das es seit nunmehr vier Jahren in Wien und mittlerweile auch in allen Teilen \u00d6sterreichs gibt. Es dreht sich dabei um ein Mentoring-Programm, das benachteiligten oder in schwierigeren Verh\u00e4ltnissen lebenden Jugendlichen die Chance bietet, sich abseits der Institution Schule einen Mentor oder eine Mentorin als Begleiter*in an seine Seite zu holen, die sie bei allen herausfordernden Dingen speziell am \u00dcbergang zwischen Pflichtschule und weiterf\u00fchrende Ausbildung oder Lehre unterst\u00fctzen und an ihrer Seite sind. Studierende oder junge Erwachsene, die sich gerne ehrenamtlich engagieren m\u00f6chten, k\u00f6nnen sich als Mentor*innen bewerben und werden in Hinblick auf Leadership und ihre Aufgaben als Mentor*in geschult bevor sie mittels \u201eSpeed-Dating\u201c von den Sch\u00fcler*innen (Mentees), die gerne einen Mentor oder eine Mentorin an ihrer Seite h\u00e4tten, ausgesucht werden. Im Speziellen geht es um ein 1:1-Mentoring \u00fcber die Zeitspanne eines Jahres, in dem die beiden (Mentee und Mentor*in) eine freundschaftliche Beziehung aufbauen. Die Sch\u00fcler*innen finden so R\u00fcckhalt, der ihnen vielleicht im famili\u00e4ren Umfeld fehlt, haben eine pers\u00f6nliche Ansprechperson f\u00fcr alle schwierigen Lebensfragen und jemanden, der ihnen in Hinblick auf berufliche und schulische M\u00f6glichkeiten Hilfestellungen geben kann. Auf der anderen Seite gewinnen die Mentor*innen auch wertvolle F\u00e4higkeiten und Kenntnisse in Hinblick auf soziale F\u00fchrungskompetenzen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left\"><span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif;font-size: 14px\">Besonders vor dem Hintergrund, dass das Anforderungsprofil einer Lehrperson auch in sozialen und zwischenmenschlichen Belangen Ausma\u00dfe angenommen hat, denen wohl nur in der Theorie zu gen\u00fcge Rechnung getragen werden kann, sind Projekte dieser Art eine besonders erfreuliche und wichtige Erg\u00e4nzung und Erleichterung, die der Lehrperson zumindest einen Teil ihrer Aufgabe abnehmen k\u00f6nnen und diese in unterst\u00fctzender Weise erg\u00e4nzen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif;font-size: 14px\">Thema 2<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif;font-size: 14px\"><strong>Mehr Gerechtigkeit?<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif;font-size: 14px\">Verfasserinnen: Wallner Constanze, Feldkircher Lena<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif;font-size: 14px\">Was stellen Sie sich unter dem Titel \u201eDas \u00c4ndern der Realit\u00e4t\u201c vor? Im Grunde genommen k\u00f6nnte sich diese Aussage auf viele verschiedene \u201eRealit\u00e4ten\u201c beziehen, oder denken Sie an etwas Konkretes? Falls Sie sich momentan nicht sicher sind, unter diesen Titel f\u00e4llt zumindest ein Kapitel des Buches \u201eDie Elenden\u201c von der Autorin Anna Mayr. Darin geht es trivial ausgedr\u00fcckt um ihre Ansichten und Gedankeng\u00e4nge zum Thema Gerechtigkeit sowie Gleichberechtigung, vor allem in Bezug auf ihre Eltern, die sie schlicht als die \u201eArbeitslosen\u201c bezeichnet, doch aus ihrer Perspektive keineswegs negativ dargestellt. Wieso denn auch? Bedeutet \u201earbeitslos\u201c denn asozial, faul, elend oder den Staat auszubeuten, indem man Arbeitslosengeld bezieht? Welche Ansichten schweben in ihrem Kopf herum, sofern es um diesen Terminus geht?<\/span><\/p>\n<p>\n<span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif;font-size: 14px\">Falls Sie sich nun fragen, worauf dieser Blogartikel hinaus will, es wird im Folgenden verraten. Nachdem wir das Kapitel \u201eDas \u00c4ndern der Realit\u00e4t\u201c in dem Buch \u201eDie Elenden\u201c von Anna Mayr gelesen hatten, entstand der Drang die Gedanken dar\u00fcber niederzuschreiben und unsere Perspektive \u00fcber Gerechtigkeit sowie die Realit\u00e4t, oft auch in Bezug auf das Kapitel der gerade erw\u00e4hnten Autorin, darzustellen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif;font-size: 14px\">\u201eVon au\u00dfen betrachtet eine Aufstiegsgeschichte\u201c, so beschreibt Mayr ihren Lebensweg. Als Tochter von zwei Langzeitarbeitslosen ist sie nun eine anerkannte Journalistin, von Klein weg war sie um gute Noten bem\u00fcht, zielstrebig. Dank ihrem guten Abschluss erh\u00e4lt sie durch Stipendien die finanziellen Mittel, die sie ben\u00f6tigt, um zu studieren. Sie erlebt nicht nur den finanziellen, sondern auch den sozialen Aufstieg. Dennoch f\u00fchlt sich Anna Mayr nicht zugeh\u00f6rig, weder zur einen, noch zur anderen Welt. Als Beispiel nennt sie eine Situation im Supermarkt, in der sie ewig hin und her \u00fcberlegt ob sie die teuren, schmackhafteren \u00c4pfel kauft, oder die g\u00fcnstigen. Quantit\u00e4t statt Qualit\u00e4t, oder umgekehrt. Ein innerer Konflikt, der sie t\u00e4glich begleitet und sie sp\u00fcren l\u00e4sst, dass sie sich in einer Zwei-Klassen-Gesellschaft fremd und unsicher f\u00fchlt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif;font-size: 14px\">Die Schriftstellerin berichtet zun\u00e4chst \u00fcber ein Gespr\u00e4ch mit einem Arbeitskollegen, der unwissend eine mit Vorurteilen beladene Aussage \u00fcber das Herkunftsviertel der Schreiberin trifft, wodurch sofort zum Ausdruck kommt, dass die beiden Schlagw\u00f6rter Gerechtigkeit und Diskriminierung, aufgrund von Lebenseigenschaften, die die Gesellschaft als Defizit bezeichnet, das Kapitel pr\u00e4gen. Nat\u00fcrlich stellt man nun fest, dass diese beiden Ausdr\u00fccke nicht zusammenpassen und wir schlicht und einfach in einer Gesellschaft leben, wo genau diese Gegenpole nebeneinander existieren. Immer wieder setzen sich Menschen f\u00fcr die Gleichberechtigung ein, f\u00fcr Chancengleichheit, f\u00fcr die Unterst\u00fctzung armer Menschen und f\u00fcr das Wohl der Gesellschaft. Andererseits ertappen sich viele Menschen, vor allem diejenigen, die unter trockenem Dach leben und finanziell abgesichert sind, dabei, wie sie die Stra\u00dfenseite wechseln, wenn ein Obdachloser oder eine Obdachlose entgegenkommt oder wie sehr sie \u00fcber ihr Leben pl\u00f6tzlich gl\u00fccklich sind, wenn diese h\u00f6ren, wie hoch die Arbeitslosenzahl liegt. Die Wahrheit ist, jeder oder jede hat solch eine Reaktion in irgendeiner Weise schon mal erlebt, sei es auf der einen oder anderen Seite.<\/span><\/p>\n<p>\n<span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif;font-size: 14px\">Wenn wir vom Thema Gerechtigkeit sprechen, m\u00fcssen wir auch betonen, dass wir uns in einem unbewussten Wertesystem befinden, aus dem es nur schwer zu entkommen scheint. Beispielsweise erw\u00e4hnt Anna Mayr in ihrem Buch, dass ihr Vater eine Arbeit vollbringt, die sporadisch erfolgt und von eigentlich so gut wie keinem Menschen wertgesch\u00e4tzt wird, da diese in einer Wertehierarchie relativ weit unten liegt und als unbedeutend eingestuft wird. So werden beispielsweise auch die Berufsklassen Reinigungskraft und Anwalt oder Anw\u00e4ltin verglichen und hier meist dasselbe Wertesystem angewandt, wenn oft auch unbewusst. Sei es der Beruf oder die Gegend in der man wohnt, die Gesellschaft bewertet und teilt das Gegen\u00fcber unbewusst in eine soziale Kategorie ein. Nat\u00fcrlich soll diese Feststellung kein Vorwurf oder dergleichen an alle Mitglieder in einer Gesellschaft sein, da es auch einige Menschen gibt, die genau auf dieses \u201eSchubladendenken\u201c verzichten. Doch versetzen Sie sich nun selbst in eine Situation, in der Sie von einem fr\u00fcheren Schulkollegen oder einer fr\u00fcheren Schulkollegin h\u00f6ren, der oder die arbeitslos geworden ist. Wie w\u00fcrden Sie reagieren?<\/span><\/p>\n<p>\n<span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif;font-size: 14px\">Der Punkt ist, dass es grunds\u00e4tzlich kein Verbrechen ist, eventuell negative Gedanken an solchen Neuigkeiten zu hegen, doch die Chance eines Umdenkens ist immer gegeben. Umdenken in Richtung Verst\u00e4ndnis, Empathie, Gleichbehandlung. Nat\u00fcrlich musste ein Anwalt oder eine Anw\u00e4ltin ewig studieren, um einen derartigen Beruf aus\u00fcben zu k\u00f6nnen und sich in einem ruhigen Viertel ein sch\u00f6nes Haus leisten zu k\u00f6nnen, doch im Grunde genommen sagt dies nichts \u00fcber die Art und Weise aus, wie ein Mensch behandelt werden soll. Aber wie soll dieser oder diese denn nun behandelt werden? Die Antwort darauf ist: Einfach wertsch\u00e4tzend, nicht herablassend und mit Respekt, weil jedes Individuum ein Recht auf Gleichberechtigung hat, unabh\u00e4ngig von der Herkunft, der Besch\u00e4ftigung, dem Alter, dem Aussehen und so weiter.<\/span><\/p>\n<p>\n<span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif;font-size: 14px\">Die in einer Gesellschaft entstandenen sozialen Klassen sind im Grunde genommen nichts weiter als die Selektion in \u201egut\u201c und \u201eschlecht\u201c, aus verschiedenen Perspektiven betrachtet, die zum Gegenteil von Gerechtigkeit, Chancengleichheit etc. f\u00fchren. Werte, die in einer Demokratie eigentlich ganz vorne stehen sollten, es aber in vielen Hinsichten nicht tun. Wir leben in einem System, in einer \u201eGemeinschaft\u201c, die uns gewisserma\u00dfen in eine bestimmte Richtung lenkt, die wir oft nicht beeinflussen k\u00f6nnen. Beispielsweise die in Anna Mayrs Buch erw\u00e4hnten Soziologiestudenten und Studentinnen, die als \u201eForschungsprojekt\u201c in ein \u201eArmenviertel\u201c fahren, um dort die Zust\u00e4nde zu beobachten. Wobei hier das eigentlich objektive Verb \u201ebeobachten\u201c nicht verwendet werden kann, da sich die Studenten und Studentinnen oft, hier soll nicht verallgemeinert werden, als bedeutsamer, gebildeter und einfach wohlhabender betrachten, und sich dementsprechend verhalten.<\/span><\/p>\n<p>\n<span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif;font-size: 14px\">Worauf wir nun letztendlich hinaus wollen? In dieser Welt und in jedem Individuum gibt es die Chance auf Gleichberechtigung und Wertsch\u00e4tzung des Gegen\u00fcbers. Indem Anna Mayr in dem Kapitel \u201eDas \u00c4ndern der Realit\u00e4t\u201c viele Situationen nennt, in denen Vorurteile \u00fcber \u201eArbeitslosigkeit\u201c get\u00e4tigt wurden oder in denen ihr Herkunfts Viertel als abschreckendes Beispiel galt\/gilt oder auch diese in denen sie berichtet, dass sie nun keiner oder keine mehr schlechter behandeln w\u00fcrde wegen ihrem erreichten Status, demonstriert sie die Problematik eines Wertesystems in unserer Gesellschaft, in dem es gilt, umzudenken. Das hei\u00dft einfach Verst\u00e4ndnis zu haben, im Sinne von \u201cnicht Einmischen\u201d in das Leben anderer sowie deren Lebensweisen zu akzeptieren, ohne zu werten. Das eigene Leben ist bedeutsam und so ist auch jedes andere Leben gleich bedeutsam sowie alle Menschen auf dieser Erde die gleichen Chancen erhalten sollten, werden diese genutzt oder eben auch nicht. Leider sind wir von den Werten der Gleichberechtigung und Gerechtigkeit noch weit entfernt, doch zumindest im kleinen Kreis k\u00f6nnte das Bem\u00fchen darum schon mal beginnen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center\">\n<span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif;font-size: 14px\">Thema 3<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif;font-size: 14px\"><strong>Die traurige Notwendigkeit des Genderns<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif;font-size: 14px\">Verfasserin: Anna Untersberger<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14px;font-family: verdana, geneva, sans-serif\">Inspiriert durch unsere erste Lehrveranstaltungseinheit w\u00fcrde ich sehr gerne noch einmal das hei\u00df diskutierte Thema \u201eGender\u201c aufgreifen. \u201eGender\u201c ist nat\u00fcrlich eine breitgef\u00e4cherte Angelegenheit und spricht eine gesamtgesellschaftliche Problematik an, die in der Wirtschaft, der Politik, im Privaten, dem Sozialwesen und \u00fcberall sonst relevant ist. Gerade deshalb, um aus dem Blogartikel keinen ewig langen Aufsatz zu machen, erscheint es mir sinnvoll, mich auf einen Gesichtspunkt zu fokussieren: die genderneutrale Sprache.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14px;font-family: verdana, geneva, sans-serif\">In meiner Freizeit habe ich schon so einige Debatten und Dokumentationen zum Thema genderneutraler Sprache mit gro\u00dfem Interesse verfolgt. Dabei ist mir besonders aufgefallen, dass es zwei sehr interessante Ansichten dazu gibt, wie wir unsere Sprache genderneutral gestalten k\u00f6nnen. Diese zwei L\u00f6sungsans\u00e4tze verfolgen exakt das gleiche Ziel, allerdings auf extrem verschiedenen, ja sogar gegens\u00e4tzlichen Wegen, deren Gegen\u00fcberstellung das Thema meines Artikels sein soll.<\/span><\/p>\n<p>\n<span style=\"font-size: 14px;font-family: verdana, geneva, sans-serif\">Der erste Weg hin zu einer Gleichstellung aller Geschlechter in geschriebener sowie in gesprochener Sprache ist das allbekannte \u201eGendern\u201c, indem W\u00f6rter sowohl in weiblicher als auch m\u00e4nnlicher Form geschrieben\/gesprochen werden und dar\u00fcber hinaus beispielsweise mit dem Gendersternchen auch all jene miteinbezogen werden, die sich nicht eindeutig als Mann oder Frau identifizieren (Bsp: Lehrer*innen). Ich bin mir sicher, dass jeder der diesen Artikel liest schon ein kleiner Spezialist auf diesem Gebiet ist, deshalb will ich gar nicht so lange von etwas erz\u00e4hlen, das ohnehin schon jeder kennt, sondern direkt \u00fcbergehen zu dem zweiten etwas abstrakten L\u00f6sungsweg.<\/span><\/p>\n<p>\n<span style=\"font-size: 14px;font-family: verdana, geneva, sans-serif\">Als abstrakt bezeichne ich dieses Konzept deshalb, weil es durchaus nachvollziehbar und in sich schl\u00fcssig ist, allerdings vielmehr utopisches Gedankengut darstellt. Der Grundgedanke hierbei ist, dass das permanente Verweisen auf Geschlechter bewusst au\u00dfen vor gelassen wird und der Fokus mehr auf das Bezeichnete gelegt werden soll, anstatt das Bezeichnete mit einem Geschlecht zu verbinden. Dieser L\u00f6sungsweg fordert also keine Ver\u00e4nderung der Sprache, daf\u00fcr aber eine grundlegende Ver\u00e4nderung der Denkweise unserer Gesellschaft. Menschen, die diesen L\u00f6sungsweg unterst\u00fctzen, betonen immer wieder, dass es nicht n\u00f6tig sei zu Gendern, wenn sich alle darauf einigen w\u00fcrden anzuerkennen, dass alle Begriffe neutral behandelt werden sollen ohne sich ein Geschlecht dazu vorzustellen.<\/span><\/p>\n<p>\n<span style=\"font-size: 14px;font-family: verdana, geneva, sans-serif\">Ich pers\u00f6nlich habe lange \u00fcber diese Argumentation nachgedacht und abgewogen wie standhaft sie ist. Dabei bin ich zu meinem eigenen Erstaunen zu dem Schluss gekommen, dass ich, ohne mir dar\u00fcber bewusst zu sein nach diesem Konzept gelebt habe und lebe. Als weibliche Person habe ich mich noch nie als \u201eStudentin\u201c bezeichnet, stattdessen gesagt \u201eIch bin Student\u201c, um damit einfach meine T\u00e4tigkeit des Studierens auszudr\u00fccken. Ebenso denke ich zum Beispiel bei den Begriffen \u201eLehrer\u201c oder \u201eEisverk\u00e4ufer\u201c nicht an eine m\u00e4nnliche Person sondern einfach an jemanden, dessen Beruf ebendieser ist.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14px;font-family: verdana, geneva, sans-serif\">Leider ist dieses Denkverhalten in der Gesellschaft nicht vorhanden und diese Ansicht deshalb auch nicht allgemein anwendbar. Es bleibt eine Wunschvorstellung. Vor allem die Historie zeigt uns, dass das Weibliche dem M\u00e4nnlichen immer untergeordnet war und sich dementsprechend die Sprache entwickelt und verfestigt hat. So kam es, dass m\u00e4nnliche Begriffe das Weibliche mit einschlie\u00dfen, aber nicht umgekehrt. Genau um diese m\u00e4nnlich dominierte Struktur aufzubrechen, braucht es die Zwischenstufe des Genderns.<\/span><\/p>\n<div class=\"sharedaddy sd-sharing-enabled\"><div class=\"robots-nocontent sd-block sd-social sd-social-icon sd-sharing\"><h3 class=\"sd-title\">Teilen mit:<\/h3><div class=\"sd-content\"><ul><li class=\"share-twitter\"><a rel=\"nofollow noopener noreferrer\" data-shared=\"sharing-twitter-2015\" class=\"share-twitter sd-button share-icon no-text\" href=\"http:\/\/www.eisner-consulting.at\/schuleundgesellschaft\/?p=2015&amp;share=twitter\" target=\"_blank\" title=\"Klick, um \u00fcber Twitter zu teilen\"><span><\/span><span class=\"sharing-screen-reader-text\">Klick, um \u00fcber Twitter zu teilen (Wird in neuem Fenster ge\u00f6ffnet)<\/span><\/a><\/li><li class=\"share-facebook\"><a rel=\"nofollow noopener noreferrer\" data-shared=\"sharing-facebook-2015\" class=\"share-facebook sd-button share-icon no-text\" href=\"http:\/\/www.eisner-consulting.at\/schuleundgesellschaft\/?p=2015&amp;share=facebook\" target=\"_blank\" title=\"Klick, um auf Facebook zu teilen\"><span><\/span><span class=\"sharing-screen-reader-text\">Klick, um auf Facebook zu teilen (Wird in neuem Fenster ge\u00f6ffnet)<\/span><\/a><\/li><li class=\"share-email\"><a rel=\"nofollow noopener noreferrer\" data-shared=\"\" class=\"share-email sd-button share-icon no-text\" href=\"http:\/\/www.eisner-consulting.at\/schuleundgesellschaft\/?p=2015&amp;share=email\" target=\"_blank\" title=\"Klick, um dies einem Freund per E-Mail zu senden\"><span><\/span><span class=\"sharing-screen-reader-text\">Klick, um dies einem Freund per E-Mail zu senden (Wird in neuem Fenster ge\u00f6ffnet)<\/span><\/a><\/li><li class=\"share-end\"><\/li><\/ul><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>LV: Gender, Diversit\u00e4t und Inklusion Artikelsammlung Gruppe A Thema 1 Noch steinig und schwer: Der Weg in Richtung Chancengerechtigkeit Verfasserin: Eva-Maria Schitter Ein ausf\u00fchrlich behandeltes Thema in Melisa Erkurts Buch \u201eGeneration Haram\u201c ist die Anforderung an Lehrende, Kindern in der Schule eine chancengleiche Grundlage f\u00fcr ihre Zukunft zu schaffen und zu bieten. Die gesellschaftlichen und [&hellip;]<\/p>\n<div class=\"sharedaddy sd-sharing-enabled\"><div class=\"robots-nocontent sd-block sd-social sd-social-icon sd-sharing\"><h3 class=\"sd-title\">Teilen mit:<\/h3><div class=\"sd-content\"><ul><li class=\"share-twitter\"><a rel=\"nofollow noopener noreferrer\" data-shared=\"sharing-twitter-2015\" class=\"share-twitter sd-button share-icon no-text\" href=\"http:\/\/www.eisner-consulting.at\/schuleundgesellschaft\/?p=2015&amp;share=twitter\" target=\"_blank\" title=\"Klick, um \u00fcber Twitter zu teilen\"><span><\/span><span class=\"sharing-screen-reader-text\">Klick, um \u00fcber Twitter zu teilen (Wird in neuem Fenster ge\u00f6ffnet)<\/span><\/a><\/li><li class=\"share-facebook\"><a rel=\"nofollow noopener noreferrer\" data-shared=\"sharing-facebook-2015\" class=\"share-facebook sd-button share-icon no-text\" href=\"http:\/\/www.eisner-consulting.at\/schuleundgesellschaft\/?p=2015&amp;share=facebook\" target=\"_blank\" title=\"Klick, um auf Facebook zu teilen\"><span><\/span><span class=\"sharing-screen-reader-text\">Klick, um auf Facebook zu teilen (Wird in neuem Fenster ge\u00f6ffnet)<\/span><\/a><\/li><li class=\"share-email\"><a rel=\"nofollow noopener noreferrer\" data-shared=\"\" class=\"share-email sd-button share-icon no-text\" href=\"http:\/\/www.eisner-consulting.at\/schuleundgesellschaft\/?p=2015&amp;share=email\" target=\"_blank\" title=\"Klick, um dies einem Freund per E-Mail zu senden\"><span><\/span><span class=\"sharing-screen-reader-text\">Klick, um dies einem Freund per E-Mail zu senden (Wird in neuem Fenster ge\u00f6ffnet)<\/span><\/a><\/li><li class=\"share-end\"><\/li><\/ul><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"author":26,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_exactmetrics_skip_tracking":false,"_exactmetrics_sitenote_active":false,"_exactmetrics_sitenote_note":"","_exactmetrics_sitenote_category":0,"spay_email":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_is_tweetstorm":false,"jetpack_publicize_feature_enabled":true},"categories":[54],"tags":[],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p9Xt8x-wv","jetpack-related-posts":[{"id":2355,"url":"http:\/\/www.eisner-consulting.at\/schuleundgesellschaft\/?p=2355","url_meta":{"origin":2015,"position":0},"title":"Teaching gender (2)","date":"24. 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